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Keine Ausweitung des deutschen Afghanistan-Mandats

Bundesverteidigungsminister Peter Struck hat sich gegen eine Ausweitung des Bundeswehr-Mandats in Afghanistan ausgesprochen.

Reuters BERLIN. "Das Entscheidende, warum wir das Mandat nicht ausweiten wollen, ist, dass die Gefahr für die deutschen Soldaten und die Soldaten anderer Streitkräfte ungleich höher ist als in Kabul", sagte Struck am Dienstag im Deutschlandfunk. Schon der Einsatz in der Hauptstadt Kabul sei gefährlich genug. Das Mandat der etwa 1250 deutschen Soldaten ist auf Kabul und in dessen nähere Umgebung beschränkt. "Das gesamte Land zu kontrollieren und die Warlords in Grenzen zu halten, erfordert eine sehr viel höhere Präsenz ausländischer Truppen", fügte Struck hinzu. Das sei aber nicht Ziel der afghanischen Regierung. Die internationale Kabul-Schutztruppe ISAF umfasst insgesamt 4650 Soldaten.

Struck verwies zudem darauf, dass der Bundestag das Mandat für die Bundeswehrsoldaten auf Kabul und dessen nähere Umgebung beschränkt habe. Eine Mandatsausweitung sei nur mit einem neuen Parlamentsbeschluss möglich.

Im Osten Afghanistans wurde einem Bericht der afghanischen Nachrichtenagentur AIP zufolge am Dienstag die Stadt Chost von Anhängern des abtrünnigen afghanischen Kriegsherrn Padschah Chan Sadran mit Raketen und Artillerie beschossen. Mehrere Stadtteile seien unter Beschuss, berichtete AIP unter Berufung auf den Sprecher des Gouverneurs von Chost.

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