Keine Auswirkungen befürchtet
Tui und Cook streichen keine Kenia-Flüge

Europas größter Touristikkonzern Tui erwartet nach den jüngsten Anschlägen im afrikanischen Reiseland Kenia keine unmittelbar negativen Auswirkungen auf die europäische Reisebranche.

Reuters HANNOVER. Ebenso wie der zweitgrößte Reiseanbieter Thomas Cook will die Tui derzeit keine Flüge in Richtung Kenia streichen, wie es am Donnerstag hieß.

Von dem Bombenanschlag auf ein Hotel in der kenianischen Hafenstadt Mombasa, bei dem nach Polizeiangaben elf Menschen getötet wurden, sei niemand der derzeit 300 Tui-Gäste in dem Land betroffen, sagte Tui-Deutschland-Sprecher Mario Köpers in Hannover. Kenia habe als Urlaubsziel für Tui nur eine untergeordnete Bedeutung.

Zeitgleich zu dem Anschlag auf das von vielen ausländischen Touristen besuchte Hotel verübten Unbekannte am Donnerstag einen Raketen-Angriff auf eine israelische Chartermaschine. Nach offiziellen israelischen Angaben verfehlten zwei Raketen, die auf das vom Flughafen Mombasa startende und mit 140 Passagieren besetzte Flugzeug abgefeuert wurden, ihr Ziel.

Ein Sprecher von Thomas Cook sagte auf Anfrage, seine Gesellschaft habe das betroffene Hotel nicht im Programm. Auch seien bisher keine Flugplanänderungen vorgesehen. Cook bietet nach eigenen Angaben pro Woche drei Flüge aus Deutschland und einen aus der Schweiz nach Kenia an.

Tui-Konzernchef Michael Frenzel verwies bei seiner Einschätzung zu den möglichen Auswirkungen auf die Reisebranche darauf, dass nach den Anschlägen auf der indonesischen Insel Bali Mitte Oktober die Buchungsumsätze im europäischen Reisegeschäft entgegen anfänglicher Befürchtungen auch nicht beeinträchtigt worden seien.

"Das Thema Terrorismus hat uns bereits das ganze Jahr über begleitet", sagte Frenzel vor Journalisten. "Wir haben den Eindruck, dass die Menschen lernen, die Gefahren für ihre Urlaubsreise realistisch einzuschätzen." Die Reisekonzerne seien nach den Erfahrungen infolge der Anschläge in den USA am 11. September vorigen Jahres gerüstet, Gefährdungspotenziale frühzeitig zu erkennen.

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