Keine Beeinflussung des Handels gesehen
US-Handelskammer: Politischer Streit schadet nicht

Die Spannungen zwischen Deutschland und den USA wirken sich nach Worten des Präsidenten der Amerikanischen Handelskammer, Fred Irwin, nicht negativ auf die Wirtschaftsbeziehungen aus.

Reuters BERLIN. "Die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen sind sehr lang, sehr alt, sehr tief und sehr gesund", sagte Irwin am Mittwoch im Deutschlandradio Berlin und widersprach damit Einschätzungen deutscher Wirtschaftsverbände. Dass derzeit im jeweilig anderen Land weniger investiert werde, hänge mit der Weltwirtschaftskrise zusammen, habe aber mit der Kontroverse um die Irak-Politik nichts zu tun, sagte Irwin nach Angaben des Senders. Einen Boykott deutscher Waren in den USA befürchte er nicht. Die Kaufentscheidungen der US-Bürger würden in erster Linie durch den Preis beeinflusst. Ein Boykott deutscher Waren würde auch den Amerikanern selbst schaden, da viele Firmen wie etwa BMW auch in den USA produzierten.

Außenhandelspräsident Anton Börer hatte Reuters am Dienstag dagegen gesagt, er rechne mit drastischen Exportrückgängen, die das Wirtschaftswachstum in Deutschland drücken würden. In einem internen Papier eines großen Wirtschaftsverbandes, der Reuters vorliegt, hieß es zudem, Unternehmen berichteten bereits von entstanden Ausfällen und schwierigen Gesprächen mit amerikanischen Kunden. Um Schlimmeres zu verhindern solle ein hochrangige Delegation möglichst mit Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) nach Washington entsandt werden.

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