Keine Besserung für 2003 erwartet
Siemens zeichnet pessimistisches Bild

Der Technologiekonzern Siemens rechnet nicht mit einer baldigen Belebung des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes. "Das nächste Geschäftsjahr wird noch härter als das laufende", sagte Finanzvorstand Heinz-Joachim Neubürger einem Bericht der am Donnerstag erschienenen Mitarbeiterzeitschrift "Siemens Welt" zufolge bei einem Treffen vor rund 150 Führungskräften.

ddp/vwd MÜNCHEN. Siemens müsse derzeit mit einer schwächeren Nachfrage in vielen wichtigen Märkten kämpfen. Das Unternehmen dürfe "nicht länger Geld mit Geschäften verlieren, die zu lange keine nennenswerten Renditen gebracht haben".

Siemens hat angesichts der anhaltend flauen Konjunktur seit dem vergangenen Jahr konzernweit mehr als 30 000 Stellen gestrichen. Vor allem in der defizitären Netzwerksparte ICN stehen dem Unternehmen zufolge massive Einschnitte bevor. Allein in diesem Bereich sollen wegen der Krise auf dem Telekommunikationsmarkt etwa 17 800 Arbeitsplätze gestrichen werden.

"Wir müssen uns hier darauf einstellen, dass so bald keine grundlegende Besserung eintritt", sagte Vorstandschef Heinrich von Pierer dem Bericht zufolge auf der Führungskräfte-Tagung. Das Unternehmen müsse aber seinen Kurs zur Bewältigung der schwierigen Lage und zum Erreichen der Ziele der "Operation 2003" weiter fortsetzen. "Wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass es irgendwann zu einer konjunkturellen Erholung kommt, die uns von selbst hilft", erklärte von Pierer.

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