Keine Bestätigung für Geländegewinne der Nordallianz
Rumsfeld bestätigt Bericht über verletzte US-Soldaten

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat am Dienstag einen Pressebericht bestätigt, wonach Mitglieder der US-Sondereinheit "Delta Force" bei einem Einsatz im Süden Afghanistans verletzt wurden. Insgesamt hätten sich 31 Soldaten bei ihrem Einsatz in der Nähe der Taliban-Hochburg Kandahar leicht verletzt, sagte Rumsfeld in Washington.

afp WASHINGTON. Unter ihnen seien fünf Soldaten, die bei Sprengungen durch herumfliegende Splitter verwundet worden seien. Die anderen Soldaten hätten sich bei Fallschirmabsprüngen Knochenbrüche und Schnittwunden zugezogen.

Die Zeitschrift "The New Yorker" hatte am Montag berichtet, die US-Soldaten seien am 20. Oktober bei einem Überraschungsangriff auf das Anwesen des Taliban-Führers Mullah Omar in einen Hinterhalt geraten. Dabei seien zwölf Soldaten verletzt worden. Das Pentagon hatte lediglich von zwei beim Fallschirmspringen verletzten Soldaten gesprochen und den Rest des Berichts dementiert. Rumsfeld betonte seinerseits, die Soldaten hätten sich die Verletzungen selbst zugezogen.

Nicht bestätigen wollte Rumsfeld Erfolgsmeldungen der Nordallianz bei ihrer Großoffensive auf die strategisch wichtige Stadt Masar-i-Scharif. Zu den Informationen, wonach die Nordallianz drei Distrikte in der Region eingenommen haben will, sagte Rumsfeld lediglich, er wolle erst abwarten, "bis sich der Staub wieder gelegt hat". Es gebe immer wieder Meldungen über die Einnahme von Dörfern.

Die US-Luftwaffe warf am Montag nach Pentagon-Angaben rund hundert Bomben auf Taliban-Stellungen in Afghanistan ab. Vor allem Frontstellungen der radikalislamischen Miliz und unterirdische Einrichtungen seien ins Visier genommen worden, sagte Vize-Generalstabschef Peter Pace in Washington. Daneben habe die Luftwaffe 34 000 Lebensmittelrationen abgeworfen.

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