Keine Bestätigung von BMW
Joint Venture von BMW in China angeblich genehmigt

Das geplante Joint Venture zwischen dem Münchener Autobauer BMW und dem chinesischen Minibus-Hersteller Brilliance China Automotive Holdings ist einem Medienbericht zufolge genehmigt worden.

rtr MüNCHEN. Die chinesischen Behörden hätten das Gemeinschaftsunternehmen zur Herstellung von BMW-Fahrzeugen gebilligt, zitierte die Zeitung "People's Daily" auf ihrer Internet-Seite am Freitag einen BMW-Verantwortlichen in Beijing. Dies wollte BMW-Sprecher Eckhard Wannieck in München nicht bestätigten. "Wir haben bislang noch keine offizielle Genehmigung vorliegen", sagte er. Der Projektvorschlag über ein Gemeinschaftsunternehmen mit Brilliance sei den zuständigen chinesischen Behörden im April eingereicht worden, fügte er hinzu. Seitdem warte BMW auf eine Entscheidung. Auch Brilliance hat nach Angaben von Sprecherin Suo Yan bislang noch keinen Bescheid der Behörde erhalten.

BMW will mit Joint Venture asiatischen Markt erobern

Mit dem Joint Venture, an dem BMW Wannieck zufolge voraussichtlich 50 % halten wird, wolle der bayerische Autobauer auf dem chinesischen Markt weiter Fuß fassen. Während die europäischen Fahrzeugmärkte derzeit weitgehend stagnieren, gilt Asien insbesondere für Anbieter von Luxusmarken als die Wachstumsregion. In dem in der chinesischen Provinz Liaoning entstehenden Werk sollen BMW-Fahrzeuge produziert werden. Angaben über Modelle und Stückzahlen wollte Wannieck nicht machen.

"People's Daily" zufolge soll sich die Kapazität zunächst auf 20 000 Fahrzeuge pro Jahr belaufen. Diese könne aber auf 40 000 Einheiten ausgeweitet werden. Ab 2004 sollten dann jährlich 16 000 BMW-Modelle der 5er Reihe in Liaoning vom Band laufen, schrieb das Blatt.

Unterdessen kündigte BMW die Gründung einer Vertriebstochter in Polen und damit die Schaffung von rund 50 Arbeitsplätzen an. In den kommenden Jahren solle sich der Fahrzeugabsatz in dem osteuropäischen Land vervielfachen, teilte der Konzern mit. 2001 wurden in Polen 435 BMW-Automobile verkauft. Die BMW-Aktie notierte am Freitagnachmittag mit 38,62 ? um 3,33 % im Minus und damit deutlich schwächer als der gesamte Markt.

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