Keine betriebsbedingten Kündigungen geplant
Thyssen-Krupp hat Stahlstandort Dortmund stillgelegt

Die 160-jährige Ära der Stahlerzeugung am Standort Dortmund ist zu Ende. Die Thyssen Krupp Stahl AG hat am Samstag den letzten verbliebenen Hochofen auf der Westfalenhütte ausgeblasen und das Stahlwerk im Stadtteil Hörde geschlossen.

ddp/vwd DORTMUND. Mit den beiden Stilllegungen sei die Konzentration der Stahlproduktion auf den Standort Duisburg vollzogen, teilte das Unternehmen mit. Bereits seit Ende März war die Warmbreitbandstraße geschlossen worden.

Von den Werksschließungen sind rund 1 500 Mitarbeiter betroffen. Sie sollen nach Duisburg wechseln oder werden umgeschult. Betriebsbedingte Kündigungen seien ausgeschlossen, hieß es bei Thyssen Krupp. Seit 1841 waren in Dortmund rund 250 Mill. Tonnen Roheisen erzeugt worden. Durch die Fusion von Thyssen und Krupp hatte die Bedeutung des Standorts Dortmund aber kontinuierlich abgenommen.

Mit den verwaisten Werksgeländen hat die Stadt Dortmund Großes vor: In einem 110 Hektar großem Gewerbegebiet sollen sich Firmen der "New Economy" ansiedeln. Der Automobilhersteller BMW will dort zudem ein Kundencenter errichten. Ein rund 30 Hektar großer See mit Freizeiteinrichtungen und 2 500 Wohnungen soll den vom Stahl geprägten Stadtteil Hörde attraktiver machen.

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