Keine betriebsbedingten Kündigungen
Lufthansa-Piloten gehen in Zwangsteilzeit

Die Piloten der Deutschen Lufthansa sind zur Entlastung des Konzerns zu Zugeständnissen bei ihren Arbeitszeit- und Urlaubsregelungen bereit.

Reuters FRANKFURT. Die Lufthansa-Geschäftsleitung und die Tarifkommission der Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hätten sich auf einen "Krisenbeitrag" der Flugzeugführer "im Zusammenhang der derzeitigen wirtschaftlichen Situation" der Gesellschaft geeinigt, teilte die VC am Freitag mit. Die Zugeständnisse bewegten sich im Rahmen von Zwangsteilzeit beziehungsweise vorgezogenem Erholungsurlaub, hieß es.

Im Gegenzug habe die Lufthansa unter anderem zugesichert, im Cockpit befristet auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten, hieß es. Zur genauen Höhe des Piloten-Beitrages äußerte sich die VC nicht. Ein Sprecher sagte auf Anfrage, es werde noch über die Größenordnung verhandelt. Wahrscheinlich werde sich der Beitrag aber im Rahmen der Kürzungen beim Bodenpersonal bewegen. Hier war die Wochenarbeitszeit mit entsprechenden Abstrichen beim Gehalt um 1,5 auf 36 Stunden gekürzt worden.

Die Lufthansa steckt in einer Krise und rechnet im ersten Quartal mit einem hohen Verlust. Konjunkturschwäche, Irak-Krieg und zuletzt noch die Lungenkrankheit SARS haben die Nachfrage zum Teil erheblich sinken lassen. Mit der Streichung von Flügen und Stilllegung von Flugzeugen sowie Kürzungen bei den Ausgaben will die Lufthansa der Krise entgegensteuern.

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