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Keine Daten aus der Steckdose

Eon hat sich das Projekt "Internetzugang per Stromleitung" still und leise begraben - die Technik machte Probleme.

Der Datenstrom aus der Steckdose ist versiegt. Still und leise hat sich der Energieversorger Eon aus dem Geschäft mit dem Internetzugang per Stromleitung zurückgezogen. Offenbar hatte das Unternehmen zu viele Probleme, seine großspurig angekündigte Technik marktreif zu entwickeln.

Der Stromkonzern war erst auf der Computermesse Cebit 2000 mit viel Tamtam, eigener Technologie und neu gegründeter Oneline AG gestartet. Doch schon wenige Monate später wurde klar, dass die Marketingleute zu weit vorgeprescht waren: Die Techniker hatten Mühe, ihre Übertragungsgeräte fertig zu bekommen und mussten den ersten größeren Feldversuch verschieben. Die Ingenieure haben es offenbar bis heute nicht geschafft, ihre Probleme zu lösen.

Da war es nur konsequent, die Segel zu streichen - so wie es schon vor einem Jahr der Telekommunikationsausrüster Siemens gemacht hat. Nun gibt es in Europa endgültig nur noch einen Technologielieferanten für Powerline - Ascom in der Schweiz. Über deren Modems bieten RWE Plus und die EnBW-Tochter Tesion den Internetzugang über die Stromleitung an - allerdings nur mit mäßigem Engagement. Offenbar ist die Technik noch nicht so ausgereift, dass sich die volle Marketing-Power lohnen würde. Es sieht so aus, als wenn auch die anderen Stromkonzerne der neuen Technik nicht so ganz trauten.

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