Keine Delle in Sicht
Bundesbank: Hoher Auftragseingang stützt Konjunktur

dpa FRANKFURT/MAIN. Der deutschen Konjunktur droht nach Darstellung der Bundesbank keine Abkühlung. Die wirtschaftliche Entwicklung werde weiterhin vom florierenden Auslandsgeschäft der Industrie getragen. "Die im Oktober eingegangenen Aufträge der internationalen Kundschaft übertrafen den schon hohen Stand des Sommers nochmals um rund zwei Prozent", betont die Notenbank in ihrem Dezember-Bericht.

Die Zunahme im Jahresvergleich vergrößerte sich sogar auf 17,7 % nach plus 14,5 % im dritten Quartal. Dabei spielten nach Angaben der Bundesbank-Volkswirte auch Großaufträge für Flugzeuge und Schiffe eine Rolle.

Lage wieder belebt

Damit hat sich die Lage im Oktober selbst unter Berücksichtigung des schwächeren Inlandsgeschäfts wieder belebt. "Saisonbereinigt gingen die Geschäftsabschlüsse um knapp ein Prozent über das Niveau des dritten Quartals hinaus." Im Vergleich zum Vorjahr nahmen die Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe um fast neun Prozent zu - ebenso viel wie in den Monaten zuvor.

Die Nachfrage im Inland hat im Oktober das Niveau des dritten Vierteljahres nicht überschritten. Die Zunahme im Vergleich zu Oktober 1999 erreichte nach Angaben der Bundesbank 2,75 % nach 5,5 %. "Während im Investitionsgüterbereich ein gutes Ergebnis erzielt wurde, konnten speziell die Produzenten von Gebrauchs- und Verbrauchsgütern nicht mehr an das Volumen früherer Geschäftsabschlüsse anknüpfen."

Weiterhin problematisch bleibt dagegen die Lage am Bau. Dort sind die Auftragseingänge im dritten Quartal nochmals deutlich zurückgeblieben. Der Rückgang im Jahresvergleich vergrößerte sich sogar auf 12,5 % nach 9,5 % im zweiten Quartal. Betroffen waren alle großen Bausparten. Im Wohnungsbau ergaben sich allerdings die stärksten Einbußen mit mehr als 20 % im Vergleich zum Vorjahr.

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