Keine deutschen Medaillen
Diskus-Riese Riedel scheidet verletzt aus

Wie ein Häufchen Elend ist Diskus-Riese Lars Riedel aus dem Olympiastadion von Athen gehumpelt. Der 37 Jahre alte Chemnitzer musste seinen Traum von der dritten Olympia-Medaille bereits nach drei Versuchen begraben und schied mit Verdacht auf Muskelriss im Oberschenkel aus.

HB ATHEN. Trotz dieses Rückschlags hat das deutsche Leichtathletik-Team am Montag durch den Dopingfall Irina Korschanenko seine bisherige Medaillenbilanz ohne eigenes Zutun aufpolieren können. Die Magdeburger Kugelstoßerin Nadine Kleinert bekommt nun Silber statt Bronze, nachdem die russische Siegerin wegen Dopings disqualifiziert wurde.

Für Riedel endeten die Spiele ganz bitter. Nach zwei Fehlversuchen und 62,80 m musste der fünffache Weltmeister vor 55 000 Zuschauern aufgeben und belegte Rang acht. Gold schnappte sich Europameister Robert Fazekas. Der Ungar gewann das Dauerduell gegen Sydney-Sieger Virgilijus Alekna aus Litauen mit 70,93:69,89 m. Dritter wurde Fazekas' Teamkollege Zoltan Kovago. Der Rostocker Torsten Schmidt beendete sein Olympia-Debüt als Zehnter.

Jeremy Wariner hat derweil die goldene Tradition der amerikanischen 400-Meter-Asse fortgesetzt und ist wie auf Schienen seinen Konkurrenten davongerast. Expressläuferin Maria Mutola aus Mozambik kam hingegen über 800 m mit Verspätung ins Ziel und musste der Britin Kelly Holmes den Sieg überlassen. US-Meister Wariner ist der erste weiße Olympiasieger seit den Boykott-Spielen 1980 in Moskau, als der Russe Viktor Markin triumphierte. Der 20-Jährige siegte in der Weltjahresbestzeit von 44,00 Sekunden vor seinen Landsleuten Otis Harris und Derrick Brew und machte damit einen großen Schritt in die Fußspuren des großen Michael Johnson.

Über die doppelte Distanz gab es bei den Frauen einen packenden Endspurt, den Holmes in 1:56;38 Minuten vor Hasna Benhassi aus Marokko und Jolanda Ceplak aus Slowenien gewann. Seriensiegerin Maria Mutula wurde auf den letzten Metern überholt und nur Vierte. Im Dreisprung triumphierte überraschend Francoise Mbango Etone. Sie flog auf 15,30 m hinaus und gewann das erste Leichtathletik-Gold überhaupt für Kamerun. Die hoch gehandelte Weltmeisterin Tatjana Lebedewa musste auch Silber der Griechin Hrysopiyi Devetzi überlassen und sich mit Bronze begnügen.

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