Keine Dividende für 2002
Software AG erwartet keine Umsatzbelebung

Die Darmstädter Software AG rechnet nach den Worten von Vorstandschef Karl Heinz Achinger wegen der anhaltenden Nachfrageschwäche auf dem IT-Markt auch im kommenden Jahr mit stagnierenden Umsätzen. "Wir erwarten 2003 und 2004 keine signifikante Umsatzentwicklung", sagte Achinger am Dienstag auf der Hauptversammlung von Deutschlands zweitgrößtem Software-Konzern in Darmstadt.

Reuters DARMSTADT. Achinger bestätigte die Prognose für das laufende Jahr, wonach die Software AG einen Umsatzrückgang nicht ausschließt, aber ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau und ein positives Ergebnis nach Steuern anstrebt.

Es gebe noch keine Anzeichen für eine spürbare Belebung der IT-Nachfrage, erläuterte Achinger die Lage. Mit dem Abbau von rund 300 Vollzeitstellen will der Konzern der Marktschwäche begegnen. Im laufenden Jahr würden die dadurch erzielten Einsparungen die Kosten für die Restrukturierung decken.

Die Software AG will ihren Aktionären für das vergangene Jahr keine Dividende zahlen. "Wir müssen die Liquidität des Unternehmens sichern und haben uns deshalb dazu entschlossen", erklärte Achinger auf der Hauptversammlung. 2002 hatte die Software AG einen Umsatzeinbruch von knapp 20 Prozent auf 475 Mill. Euro und einen Rückgang beim Konzernüberschuss um 13 Prozent auf 33,5 Mill. Euro verzeichnet.

Die Software AG kann sich auf einen stabilen Kundenstamm ihrer etablierten Datenverwaltungssoftware und das daraus folgende Wartungsgeschäft stützen. Die neuen E-Business-Produkte Entirex und Tamino haben aber keinen durchschlagenden Erfolg. Das Unternehmen will daher in Zukunft vermehrt Einzellösungen für bestimmte Kunden zu Standardprodukten auch für andere Interessenten entwickeln. Die im TecDax gelisteten Software-Aktien notierten gegen Mittag mehr als vier Prozent im Plus bei 10,05 Euro.

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