Keine echte Erholung absehbar
Autobranche bleibt hinter Vorjahreszahlen

Trotz zuletzt gestiegener Produktions- und Absatzzahlen ist für den Branchenverband VDA weiter keine echte Erholung für die deutschen Autobauer in Sicht. In der ersten Hälfte dieses Jahres hinkte die Branche weiter hinter ihren Vorjahreszahlen hinterher.

Reuters FRANKFURT. Auch wenn das Automobilgeschäft im vergangenen Monat "einige stabilisierende Effekte" verzeichnet habe, könne nicht von einer grundlegenden Verbesserung die Rede sein, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag in Frankfurt mit. Nach wie vor fehlten die Anzeichen einer "durchgreifenden Marktbelebung".

Dabei stieg im Juni die Zahl der in Deutschland produzierten und neu zugelassenen Personenwagen um fünf beziehungsweise zwei Prozent. Eine Aufwärtsbewegung bei beiden Kennziffern hatte es in diesem Jahr bisher nur im April gegeben.

Auch bei den Nutzfahrzeugen zeichnete sich im Juni eine leichte Erholung ab, obgleich die Zahl der Neuzulassungen weiter zurückging. Zulegen konnten indes die Exporte sowohl bei den Personenwagen als auch bei den Lkw.

Mangelnde Wachstumsdynamik

Im Juni stieg die Zahl der neu zugelassenen Pkw und Kombis im Vergleich zum Vorjahresmonat um zwei Prozent auf 308 000 Fahrzeuge, wobei der Absatz ausländischer Wagen abnahm. Produziert wurden 477 800 Wagen und damit fünf Prozent mehr als vor einem Jahr, die Exporte legten um elf Prozent zu.

Im gesamten ersten Halbjahr nahm die Auto-Produktion in Deutschland um acht Prozent auf 2,57 Mill. und die Zahl der Neuzulassungen um vier Prozent auf 1,69 Mill. Fahrzeuge ab. Im Vergleich zu den Vormonaten mit ihren teilweise zweistelligen prozentualen Rückgängen schrumpfte das Minus jedoch.

Der VDA führte die gestiegenen Produktionszahlen vor allem auf die zulegenden Ausfuhren zurück. Insofern brach der Branchenverband nach den Juni-Zahlen auch nicht in ungebremsten Optimismus aus. Vielmehr signalisierten die inländischen Ordereingänge eine Fortsetzung des "von Unsicherheiten geprägten Verbraucherverhaltens", hieß es.

"Die seit Mitte 1999 spürbare Absatzschwäche auf Grund der labilen Gesamtwirtschaft und der Belastungen des Autofahrers hat sich somit trotz attraktiver Produkte und verkaufsfördernder Maßnahmen in diesem Jahr noch keineswegs grundlegend verbessert", resummierte der VDA.

Nutzfahrzeuggeschäft weiter "unbefriedigend"



Auch der Konjunktur-sensible Markt für Nutzfahrzeuge habe sich im Juni nach seinem Einbruch zu Jahresbeginn leicht erholt gezeigt, berichtete der VDA weiter. Insgesamt bleibe dieses Geschäft aber weiter "unbefriedigend", zumal die Lkw- und Transporterverkäufe stark von der Auslandsnachfrage profitierten.

Im gesamten ersten Halbjahr ging die deutsche Produktion von von leichten Lkw um 14 % und die von schweren Lkw um 13 % zurückt. Bei den Zulassungen brachen sowohl im ersten Halbjahr als auch nur im Juni insbesondere die Lastkraftwagen vom mehr als sechs Tonnen ein.

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