Keine Einigung mit dem Autobauer
Händler verklagen BMW-Konzern wegen Preiserhöhungen

Vierzehn BMW-Händler haben stellvertretend für die Handelsorganisation gegen den bayerischen Autobauer eine Klage wegen einseitiger Preiserhöhungen eingereicht.

Reuters MÜNCHEN. BMW habe die in Verträgen festgeschriebene Gewinnmarge der Händler von 13 Prozent einseitig auf elf Prozent reduziert, begründeten der Verband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe und der Verband Deutscher BMW-Vertragshändler am Dienstag den Schritt. "Der Einkauf für den Händler wird teurer, ohne dass gleichzeitig die Pflichten reduziert werden", erläuterte ein Sprecher. Die Händler sähen sich zu der Klage vor dem Münchener Landgericht gezwungen, nach dem es in intensiven Verhandlungen keine Einigung mit dem BMW-Konzern gegeben habe. Noch sei aber eine einvernehmliche Lösung möglich. Ein BMW-Sprecher sagte lediglich, der Konzern halte seine Rechtsposition für stabil. "Wir sehen der Klage mit Ruhe entgegen", fügte er hinzu.

BMW hätte die rund 800 Händler in Deutschland im September darüber informiert, dass die Gewinnmarge für den neuen 7er BMW auf 13 von elf Prozent gesenkt werde, erklärte der Verband weiter. Damit solle der notwendigen Preisharmonisierung in Europa Rechnung getragen werden, habe die Begründung gelautet. Der Preisunterschied zu anderen Ländern sei aber gerechtfertigt, weil der Service nicht vergleichbar sei, hielten die Händler entgegen. Die BMW-Aktien notierten am Dienstag kaum verändert bei 35,86 Euro.

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