Keine Einigung zur Aufhebung der Sanktionen gegen Irak
Wirtschaftsboykott gegen Israel gefordert

Bei ihrem vorbereitenden Treffen zum Gipfel in Amman haben die Außenminister der arabischen Staaten zu einem Wirtschaftsboykott gegen Israel aufgerufen.

afp AMMAN. Laut einem Bericht der Zeitung "El Hayat" vom Montag unterstützt der saudische Außenminister Prinz Saud el Faisal den Vorschlag Syriens. Wenn Israel auch weiterhin den Friedensprozess mit den Palästinensern blockiere, müssten die arabischen Staaten zur Konfrontation greifen, warnte Prinz Saud. In einer am Sonntag verabschiedeten Resolution drohten die Außenminister zudem, die Beziehungen zu allen Staaten abzubrechen, die ihre Botschaften in Israel nach Jerusalem verlegten. Die arabischen Staaten wollten nicht dulden, dass die auch Moslems heilige Stadt als Hauptstadt des jüdischen Staates anerkannt werde.

Der Wirtschaftsboykott solle alle israelischen Firmen und ausländischen Unternehmen treffen, die mit Israel Handel trieben, hieß es in der Resolution weiter. Diplomaten zufolge wird der Boykottaufruf allerdings keinen bindenden Charakter haben. Ägypten und Jordanien könnten ansonsten ihre Friensverträge mit Israel nicht einhalten.

Zudem wollen die arabischen Staaten vom UN-Sicherheitsrat in New York die Aufhebung der internationalen Sanktionen gegen Libyen verlangen. Zur Frage der Aufhebung der Sanktionen gegen Irak zeigten sich die Außenminister bei ihrem Treffen am Wochenende uneins. Dies berichtete der jordanischen Außenamtschefs Abdel Ilah Chatib. Die Staats- und Regierungschefs der arabischen Staaten wollen die Beschlüsse der Außenminister bei dem am Dienstag beginnenden zweitägigen Gipfel in Amman verabschieden.

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