Keine Einschränkung der Sicherheit
Kassen wollen mit Internet-Apotheke eine Milliarde Mark sparen

Angesichts steigender Arzneimittelausgaben haben die Krankenkassen die Regierung erneut aufgefordert, den Internet-Handel mit Arzneimitteln freizugeben. Die Spitzenverbände erklärten am Montag in Berlin, Versandapotheken seien eine servicefreundliche und kostengünstige Alternative. Durch die Zulassung des Versandhandels könnte die gesetzliche Krankenversicherung nach Angaben der Kassen rund 1 Mrd. DM (511,3 Mill. €) pro Jahr einsparen.

ap BERLIN. Der Versandhandel für Pillen, Salben und Zäpfchen ist in Deutschland verboten. Besonders chronisch kranke und gehbehinderte Menschen könnten davon aber profitieren, erklärten die Verbände weiter. Zum Einwand der Apothekerverbände, der Versandhandel ginge auf Kosten von Qualität und Sicherheit der Versorgung, verwiesen die Kassen auf das Beispiel der Schweiz und der Niederlande. In diesen Ländern werde kompetente Betreuung und Beratung rund um die Uhr sicher gestellt.

Die Kassen haben im ersten Halbjahr mit einem Defizit von knapp 5 Mrd. DM (2,56 Mrd. €) abgeschlossen. Allein in den ersten sechs Monaten des Jahres sind die Ausgaben für Arzneimittel um knapp 11 % gestiegen. Zurzeit plant Bundesgesundheitsministern Ulla Schmidt (SPD) ein Arzneimittelsparpaket, das die Ausgabenexplosion bei den Medikamenten bremsen soll.

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