Keine Einzelheiten
SPD geht neuen Spuren in der Spendenaffäre nach

Zwei oder drei örtliche Parteimitglieder hätten schriftlich über verschiedene Vorkommnisse berichtet, sagte SPD-Geschäftsführer Franz Müntefering am Dienstag nach einer SPD - Fraktionssitzung in Berlin.

dpa BERLIN. Diese Hinweise würden jetzt von der eingesetzten Untersuchungskommission unter Leitung des früheren Bundesjustizministers Jürgen Schmude (SPD) überprüft. Einzelheiten über den Inhalt der Briefe teilte Müntefering nicht mit.

Er bedauerte, dass der SPD noch nicht die Liste des früheren Kölner Schatzmeisters mit angeblich über 40 Namen von Empfängern fingierter Spendenquittungen vorliegt. Deshalb müsse die Partei mit eigenen Recherchen versuchen, auf ihre Spur zu kommen.

Eine solche Gegenprüfung sei aber ohnehin nötig, da den Angaben des inzwischen aus der SPD ausgetretenen Schatzmeisters nicht ohne weiteres Glauben geschenkt werden könne.

Müntefering hatte nach eigenen Angaben zuvor die Fraktion umfassend über die Vorgänge in Köln informiert. Er bekräftigte seine Bereitschaft, so rasch wie möglich vor dem Spendenausschuss des Bundestages zu erscheinen. Die Opposition will den früheren SPD - Landeschef von Nordrhein-Westfalen über seiner Kenntnisse der Kölner Vorgänge befragen. Dem Vernehmen nach will die Union inzwischen die Vorladung Münteferings mit der Begründung verschieben, sie müsse vorher erst gründlich die Akten prüfen.

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