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Keine Entwarnung

Die Stimmung an der Wall Street bleibt weiterhin angespannt. Darauf deuten zumindest die Futures. Danach dürften sowohl Blue Chips als auch die Technologiebörse Nasdaq schwächer eröffnen. Der Dow Jones Index hat bereits die gesamte Woche schwächer performt.

Am 6. September schloss der Index noch auf einem 52-Wochenhoch. Der letzte Anstieg datiert auf den 12. September. Die Korrektur ist in vollem Gang. Die Gründe sind bekannt. Der schwache Euro, hohe Ölpreise und die Gewinnwarnungssaison belasten die Märkte. Wesentliche Konjunkturdaten stehen in dieser Woche nicht mehr an. Von dieser Seite ist also nicht mit Unterstützung zu rechnen.



Vielleicht kann Alan Greenspan der Wall Street Kursfantasien einhauchen. Der Notenbankchef steht heute erneut vor den Mikrofonen. Thema ist die Verbesserung der naturwissenschaftlichen Ausbildung. Schüler und Lehrer aufgepasst! Die Wall Street dürfte weniger gespannt sein. Aber wer weiß ?



Weiterhin unter Druck dürfte die Aktie von Daimler Chrysler bleiben. ABN Amro bewertet den Wert weiterhin als überbewertet. Die Analysten sind vor allem wegen des Chrysler Geschäfts in Nordamerika skeptisch.



Fangen könnten sich hingegen Telekommunikationsunternehmen. Die Telefongesellschaft Sprint und der börsennotierte Mobilfunkarm Sprint PCS gerieten zur Wochenmitte erheblich unter Druck. Laut Timothy Burke von Edward Jones sei die Reaktion der Wall Street überzogen. Die Aktie von Sprint PCS fiel Mittwoch auf ein 52-Wochentief. Der Analyst stuft Sprint PCS jetzt von "kaufen" auf "aggressiv kaufen" auf.



Der Medienkonzern Time Warner und America Online befinden sich derzeit auf Schmusekurs. Sowohl in den USA als auch in Europa sollen die Wettbewerbsbehörden überzeugt werden, die Megafusion der angehenden Partner zu genehmigen. Die amerikanische Behörde FCC scheint Zeitungsberichten zufolge offen für den Zusammenschluss zu sein.



Der weltweit größte Rüstungskonzern Lockheed Martin wird voraussichtlich ein erfolgreiches Geschäftsjahr melden. Das Management hat die Erwartungen für den Cash Flow auf 1,5 Milliarden Dollar angehoben. Am Mittwoch hob bereits Boeing die Schätzungen an, was die Aktien des Flugzeugherstellers deutlich beflügelte.



Der Pharmakonzern Bristol-Myers will sein Aktienrückkaufgprogramm um zwei Milliarden Dollar auf zehn Milliarden Dollar aufstocken. Bristol-Myers hat derzeit Probleme mit dem Bestseller Taxol, einem Krebsmedikament. Offenbar könnte bereits in diesem Jahr ein Konkurrenzprodukt auf dem Markt zugelassen werden. Nähere Einzelheiten könnten auf einem Analystentreffen am 28. September veröffentlicht werden.

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