Keine Erhöhung der Erdölproduktion
Europäische Börsen überwiegend freundlich

Aussichten auf künftig weiter hohe Ölpreise verleihe den Aktien der europäischen Mineralölkonzerne einen Schub, sagten Händler. Die Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC) ist am Dienstag zu ihrem zweitägigen Treffen zusammengekommen, um über die Fördermengenpolitik zu beraten.

Reuters. Das Kartell wird nach Aussagen seines Präsidenten Chakib Khelil wohl keine Erhöhung der Produktion beschließen. "Das bedeutet anhaltend teures Öl und das ist gut für die Ölkonzerne", sagte ein Marktteilnehmer.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz notierte gegen Mittag mit 0,15 % im Plus bei 4 275 Punkten. Der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) lag mit 0,31 % höher bei 4446 Zählern. Die wichtigsten US-Börsentrendbarometer lagen ebenfalls leicht im Plus. Der S&P 500-Future gewann 1,2 Zähler auf 1270,4 Punkte. Der Nasdaq-Future legte um 17 Punkte auf 1 859 Zähler zu.

Die New Yorker Aktienmärkte hatten am Montag bei dünnen Umsätzen freundlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index ging mit 0,65 % im Plus bei 11 061 Zählern aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 % auf 2 156 Zähler.

London - Uneineinheitlich und abwartend

Die Londoner Börse tendierte bei ruhigem Handel uneinheitlich. Der FTSE-Index lag um 0,14 % tiefer bei 5 847 Zählern. Für Druck sorgten nach Händlerangaben vor allem die Kursverluste von mehr als zehn Prozent beim Schienennetzbetreiber Railtrack, nachdem die Investmentbank ABN Amro die Papiere des Unternehmens schwach bewertete und mit "Verkaufen" eingestuft hatte. Unterstützung sei von dem rund 2,2-prozentigen Zuwachs der Titel der Einzelhandelskette Great Universal Stories (GUS) gekommen. "Vor der Parlamentswahl am Donnerstag ist der Handel aber abwartend und ruhig", sagte ein Händler.

Zürich - Geringes Plus bei dünnen Umsätzen


Die Schweizer Börse lag bei bei ruhigem Geschäft leicht im Plus. Der Standardwerteindex SMI notierte mit 0,16 % höher bei 7 539 Punkten. Händler sprachen von einem richtungslosen Geschäft. Der Markt warte auf weitere Vorgaben aus den USA. Bis dahin gebe die Charttechnik den Ton an. Die von der Fluggesellschaft Swissair angekündigten Kosteneinsparungen von rund 500 Mill. Schweizer Franken würden vom Markt honoriert, sagten Händler. Das Papier gewann 1,3 %.

Paris - Im Plus trotz Abschlägen bei Alcatel

Die Pariser Aktienmärkte tendierten bis zum Mittag freundlich. Der CAC 40-Index notierte mit 0,64 % im Plus bei 5 465 Punkten, nachdem er kurz nach Handelsbeginn jedoch bereits mehr als ein Prozent gewonnen hatte. Die Stimmung wurde nach Händlerangaben von weiter bestehenden Gerüchten über eine mögliche Fortsetzung der Übernahmegespräche zwischen dem Telekom-Zulieferer Alcatel und dem US-Konkurrenten Lucent jedoch etwas getrübt. Alcatel-Titel verloren 1,88 %. Papiere des Chip-Herstellers STMicroelectronics legten dagegen kräftig um 3,7 % zu, nachdem BNP Paribas die Aktien des Unternehmens auf "outperform" von "neutral" heraufgestuft hatte.

Mailand - Freundlich wegen Gewinnen bei ENI

Die italienischen Aktienwerte präsentierten sich freundlich. Der Mib 30-Index gewann 0,15 % auf 38 271 Punkte. Das Plus beruhte Händlern zufolge vor allem auf Kursgewinnen beim Energieversorger ENI. Der Markt warte auf die Entscheidung der italienischen Regulierungsbehörde über die künftigen Gas-Tarife, sagten Händler. Denn davon hänge zum großen Teil der Wert der ENI-Gas-Tochter Sanam ab, die im Herbst an die Börse gebracht werden solle. Die Aktien des Konzerns legten bis zum Mittag um 1,13 % zu.

Madrid - Wegen Verlusten bei Bankentiteln schwächer

Die spanischen Aktienmärkte tendierten bei ruhigem Handel schwächer. Der Blue-Chip-Index Ibex 35 notierte mit 0,39 % im Minus bei 9 525 Punkten. Vor allem Verluste bei den Papieren spanischer Großbanken habe die Stimmung etwas belastet, sagten Händler. Die Papiere von Banco Santander Central Hispano und Banco Bilbao Vizcaya Argentaria verloren jeweils rund ein Prozent. Sie wurden Händlern zufolge von der Finanzkrise in Argentinien belastet, da die Institute dort stark engagiert seien. Auch die Titel des Indexschwergewichts Telefonica gaben 0,6 % ab und drückten so den Index.

Amsterdam - Im Plus trotz erneuter Abschläge bei KPN

Die niederländischen Aktienwerte notierten überwiegend im Plus. Der AEX-Index gewann 0,75 % auf 584 Punkte. Nach den deutlichen Verlusten der Vorwoche legte das Papier des Versicherers Aegon um fünf Prozent auf 33,10 Euro zu. Auch die Aktien des Ölkonzerns Royal Dutch stiegen um 1,24 %. Händler begründeten dies mit Spekulationen, das Unternehmen werde bei einem Gasprojekt in Saudi-Arabien eine führende Rolle übernehmen. Weiter unter Druck standen die Werte des Telekom-Konzerns KPN Telecom, die rund acht Prozent auf 8,28 Euro abgaben. Die offenbar geplante Ausgabe neuer Aktienbezugsrechte über fünf Mrd. Euro drücke den Kurs weiter, sagten Händler.

Wien - Positive Stimmung wegen Gewinnen bei Libro

Die Wiener Börse präsentierte sich freundlich. Der ATX-Index notierte mit 0,88 % im Plus bei 1220 Zählern. Im Mittelpunkt des Geschehens standen Händlern zufolge die Papiere der Medienhandelskette Libro, die bis zum Mittag um rund 23,5 % auf 5,30 Euro zulegten. Sie begründeten die Gewinne mit Spekulationen über eine baldige Übernahme des finanziell angeschlagenen Unternehmens. "Libro bleibt aber ein Zockerpapier", sagte ein Händler. Auch die Titel des Energieversorgers und Indexschwergewichts OMV legten um 3,88 % auf 123,10 Euro zu.

Brüssel - Fester wegen Plus bei Finanztiteln

Die belgischen Aktienmärkte notierten vor allem wegen Gewinnen bei Finanztiteln fester. Der Bel 20-Index lag mit 1,42 % im Plus bei 2 823 Zählern. Besonders die Papiere der Finanzgruppe Fortis B legten um gut ein Prozent zu, was Händler mit einer technischen Marktreaktion nach den deutlichen Abgaben dieser Titel in der vergangenen Woche begründeten. Die Aktien von KPC Bancassurance stiegen um 1,6 % auf 42,38 Euro.

Stockholm - Fester mit Erholung bei Technologietiteln

Die Stockholmer Börse tendierte vor allem wegen einer Erholung bei Technologietiteln fester. Der OMX-Index notierte mit 1,12 % im Plus bei 927 Punkten. "Wir haben bei Telekom - und Technologie-Unternehmen viele Gewinnwarnungen erlebt. Das Schlimmste scheint nun vorbei zu sein", sagte ein Marktteilnehmer. Die Titel des Indexschwergewichts Ericsson gewannen 2,24 %.

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