Keine Erhöhung der Quoten erwartet
Opec verschiebt Treffen wegen Seilbahnunglück

Weil in Österreich nach der Katastrophe in Salzburg Trauer herrscht, werden sich die Erdölminister vermutlich erst am Montag treffen, um über die Ölforderquoten zu diskutieren.

dpa-afx WIEN. Das für den heutigen Sonntag in Wien geplante Treffen der Erdölminister der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) dürfte wegen des Salzburger Bergbahnunglücks mit mindestens 150 Toten auf Montag verschoben werden. Eine Entscheidung sei jedoch noch nicht getroffen worden, sagte eine OPEC-Sprecherin auf Anfrage. Die Minister wollten bei ihrer außerordentlichen Konferenz die derzeitigen Ölforderquoten überprüfen. Seit dem Frühjahr hat die OPEC ihre tägliche Produktion um rund zwei Mill. Barrel erhöht, um den Höhenflug des Ölpreises zu stoppen. Bisher haben diese Maßnahmen jedoch ihre Wirkung verfehlt.

Analysten erwarten bei dem Treffen keine weitere Erhöhung der Förderquoten. Die OPEC steht auf dem Standpunkt, dass Spekulanten für den seit Wochen über 30 $ liegenden Ölpreis verantwortlich seien. Es werde genug Öl am Markt angeboten, um die Nachfrage zu befriedigen, heißt es. Deshalb befürchten einzelne OPEC-Mitglieder, dass der Ölpreis ab dem Frühjahr wieder stark fallen könnte, sollte die Spekulationsblase platzen.

Der Ölpreis hatte Anfang 1999 noch unter zehn $ pro Fass gelegen. Als Folge von Förderkürzungen durch die OPEC ist hat sich der Preis seitdem verdreifacht. Das Ölkartell strebt offiziell einen durchschnittlichen Ölpreis zwischen 22 und 28 $ an./DP/gb/mr

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