Keine Erholung im zweiten Halbjahr
Berenberg Bank empfiehlt Infineon-Papiere zu halten

Für die Berenberg Bank ist der von Infineon angestrebte Preis von mindestens 27 ? je Aktie bei der geplanten Kapitalerhöhung "utopisch".

dpa-afx HAMBURG. In einem Gespräch sagte Analyst Oliver Wojahn am Montag, dass bei dem Preis "eher die 25 vorne stehen wird". Der Experte rechnet für das Unternehmen mit einem schweren zweiten Halbjahr und er hat die Aktien weiterhin mit "Halten" bewertet.

Der Experte hielt es außerdem für möglich, dass Infineon bei dem Preis für die neuen Aktien eine Schmerzgrenze hat, unter der die geplante Kapitalerhöhung Ende dieser Woche nicht durchgeführt wird. Sicherlich gebe es noch andere Möglichkeiten, Geld zu beschaffen, und zur Zeit sei hier auch die Konzernmutter Siemens im Gespräch.

Das "Handelsblatt" hatte in seiner Montagausgabe berichtet, dass große Fondsmanager in der Regel unter 25 ? pro Aktien zahlen wollen, Infineon strebe jedoch 27 ? an. Das Unternehmen äußerte sich nach wie vor nicht zu einer möglichen Untergrenze.

In keinem der Geschäftsfelder, in denen Infineon aktiv ist, zeichnet sich nach Angaben von Wojahn eine Erholung ab. "Die Hoffnungen ruhen da schon eher auf dem Jahr 2002", sagte er. Nach der überraschend starken Gewinnwarnung, die Infineon im vergangenen Monat veröffentlicht hat, rechnete der Fachmann aber nicht mehr mit ähnlich negativen Überraschungen.

In den kommenden Monaten dürften die Verluste nicht mehr ganz so schlimm ausfallen wie in der ersten Jahreshälfte. Aber dennoch: "Wenn sich das konjunkturelle Umfeld nicht bessert, können wir durchaus noch einige verlustreiche Quartale erwarten", sagte Wojahn.

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