Keine Erholung in Sicht
Pixelpark: Geld reicht noch bis Jahresende

Die angeschlagene Multimedia-Agentur Pixelpark AG bleibt in der Verlustzone.

Reuters BERLIN. Im April und Mai sei die Lage weiter sehr angespannt gewesen, sagte Neef. Eine Erholung sei nicht in Sicht.

Das am Neuen Markt gelistete Unternehmen verbuchte im ersten Quartal bei Umsätzen in Höhe von 13,8 Millionen Euro einen Fehlbetrag von 400 000 Euro. Um die Gewinnzone zu erreichen, sei aber ein monatlicher Umsatz von rund fünf Millionen Euro notwendig, erläuterte Neef.

Pixelpark werde den Break Even im vierten Quartal 2002 erreichen, falls sich die wirtschaftliche Entwicklung im zweiten Halbjahr verbessere. Bis dahin reicht dem Vorstand zufolge auch das vorhandene Kapital. "Wir gehen davon aus, dass die Liquidität mindestens bis Ende des Jahres gesichert ist", sagte Neef. Ende März wies die Bilanz noch einen Kassenstand von knapp 20 Millionen Euro aus. Sollte die erhoffte Erholung des Marktes nicht eintreffen, will Pixelpark weitere Kosten kappen.

Vor wenigen Tagen verlor Pixelpark seine Notierung im Auswahlindex Nemax 50. Für einen Wechsel des Marktsegments sieht Neef derzeit jedoch keinen Anlass.

Zu Wochenbeginn hatte der Mehrheitsgesellschafter Bertelsmann einen Forderungsverzicht mit Besserungsschein über 20 Millionen Euro ausgestellt. "Daraus können wir auf keinen Fall Rückschlüsse für die Zukunft ziehen", schränkte Neef allerdings ein.

Pixelpark wolle sich nun auf das Kerngeschäft, die Konzeption und Umsetzung von Internetportalen, konzentrieren und damit wieder schwarze Zahlen schreiben. Im vergangenen Jahr erzielte Pixelpark bei einem Umsatz von 81,3 Millionen Euro einen Verlust von 86 Millionen Euro.

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