Keine exakten Prognosen möglich
Siemens erwartet deutliche Ergebnisbesserung

Der Technologiekonzern Siemens AG, München/Berlin, rechnet nach dem Gewinneinbruch im Geschäftsjahr 2000/2001 (30. September) 2002 wieder mit einer deutlichen Ergebnisbesserung.

vwd MÜNCHEN. Exakte Prognosen sind jedoch wegen der unsicheren konjunkturellen Lage zu diesem Zeitpunkt nicht möglich, sagte Vorstandsvorsitzender Heinrich von Pierer am Donnerstag in München. Der Siemens-Vorstandsvorsitzende zeigte sich zuversichtlich, dass die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen bereits 2002 greifen werden. Im Laufe des Geschäftsjahres würden die Restrukturierungskosten zudem immer weiter abnehmen.

Er bekräftigte zudem, dass die Zielrenditen im Bereich Information & Kommunikation (IC) nicht wie geplant 2003 erreicht werden. Niemand wisse genau, wann insbesondere eine Wende im Informations- und Kommunikationssektor erfolgen werde, sagte Siemens-Chef Heinrich von Pierer am Donnerstag laut Redetext in München. Auf Grund der starken Marktveränderungen soll dem Arbeitsgebiet nun ein Jahr mehr Zeit gegeben werden, um die operative Margen im Rahmen der Operation 2003 zu erreichen.

Der Vorstandsvorsitzende bekräftigte jedoch, dass die Ziele einer acht- bis elfprozentigen Umsatzrendite (EBITA-Marge) für die Mobilfunk- und Netzwerksparte sowie von fünf bis sechs Prozent beim IT-Dienstleister SBS grundsätzlich beibehalten werden.

Für den Siemens-Bereich Dematic, der aus dem Zusammenschluss des Atecs-Ablegers Dematic und dem Bereich Produktions- und Logistiksysteme hervorgegangen ist, senkte der Konzern die EBITA-Marge für 2003 auf sieben bis neun Prozent, nachdem bislang elf bis 13 Prozent in Aussicht gestellt wurden. Nach den Worten von Pierers werde Siemens Dematic jedoch im laufenden Geschäftsjahr wieder schwarze Zahlen schreiben.

Bei der zuletzt defizitären Automobilsparte Siemens VDO Automotive sollen die eingeleitete Restrukturierung zudem fortgesetzt und 2002 die Gewinnschwelle erreicht werden. "Sicher ist aber, dass die Herausforderungen für die I&C-Bereiche sowie für Siemens VDO Automotive und für Siemens Dematic weiter immens sind", sagte von Pierer.

Trotz der anhaltenden Konjunkturschwäche sieht der Konzern ein anhaltend positive Ertragsentwicklung in den Bereichen Automation & Drives (A&D), Osram sowie Ertragsbesserungen bei Siemens Building Technologies (SBT), Industrial Solutions and Services (I&S) und Power Transmission and Distribution (PTD).

Nach den Worten von Pierers werde zudem mit einem weiteren Ergebnisanstieg bei Power Generation (PG), Medical Solutions (Med) sowie Transportation Systems (TS) gerechnet.

Siemens habe mit seinem breit gefächerten Geschäftsportfolio gute Voraussetzungen, um die wirtschaftliche Krise zu meistern, betonte von Pierer.

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