Keine Feiern in Maranello
Ferrari soll geprellte Zocker auszahlen

Die Teamorder von Zeltweg könnte Michael Schumachers Ferrari-Team teuer zu stehen kommen. Tausende italienische Zocker, die um ihren Gewinn gebracht wurden, müssten von der Scuderia entschädigt werden, fordert Diego Volpe Pasini von der Verbraucherschutz-Organisation SOS Italia.

sid ROM. "Die Italiener haben Millionen von Euro auf dieses Rennen gewettet. Entweder das Finanzministerium oder Ferrari selbst müssen ihnen die Einsätze zurückerstatten oder die Wetter auszahlen, die auf einen Sieg von Barrichello gesetzt hatten", sagt Pasini. Ein zweiter Verbraucherschutz-Verband, Codacons, hat der Scuderia sogar mit einer Klage gedroht.

Auch die hohe Politik kritisierte die Entscheidung von Ferrari, Schumacher in der letzten Runde am Brasilianer Rubens Barrichello vorbei zu seinem ersten Sieg in Österreich zu dirigieren. "Nach diesem Grand Prix kann man Autorennen nicht länger als Sport ansehen. Es ist ein trauriger Moment für das ruhmreiche Ferrari-Team", meint Claudio Bucci aus der Partei Forza Italia von Ministerpräsident Silvio Berlusconi.

Selbst die Ferrari-Fans daheim in Maranello waren peinlich berührt. In der Heimat des italienischen Traditionsrennstalls fielen die sonst nach Siegen üblichen Jubelfeiern aus. "Es gibt nichts zu feiern. Wir sind nicht damit einverstanden, wie das Rennen ausgegangen ist. Es gab keinen Grund, Rubens Barrichello und die Fans so zu demütigen", sagt Alberto Boccali, Präsident des Ferrari-Fanklubs in Maranello: "Auch Michael Schumacher wurde gedemütigt."

In Zeltweg hatten erboste Ferraristi am Sonntag nach dem Rennen sogar demonstrativ ihre roten Fahnen verbrannt. "Betrug, Schweinerei, wir wollen unser Geld zurück", schimpften zahlreiche Zuschauer in Österreich.

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