Keine Gefahr einer marktbeherrschenden Stellung
Kartellamt macht Weg für DSF-Übernahme frei

Das Bundeskartellamt gibt grünes Licht für die geplante Übernahme des Deutschen Sportfernsehens DSF durch das Konsortium um Karstadt-Quelle. Auflagen würden nicht gemacht, teilte Kartellamtspräsident Ulf Böge am Donnerstag in Bonn mit.

HB/dpa BONN/MÜNCHEN. Die Prüfung des Fusionsvorhabens habe ergeben, dass eine Entstehung oder Verstärkung marktbeherrschender Stellungen durch den Zusammenschluss nicht zu erwarten sei. Obwohl der Kaufvertrag bereits unterschrieben ist, ist das Geschäft damit aber noch nicht in trockenen Tüchern. Der US-Milliardär Haim Saban könnte in letzter Minute noch den Zuschlag bekommen. Eine Entscheidung soll am Freitag bei einem Gläubiger-Treffen der Kirch-Zwischenholding Taurus TV fallen.

Karstadt-Quelle will das DSF und das Online-Portal Sport 1 gemeinsam mit der Medienfirma EM.TV und dem Völkl-Besitzer Hans-Dieter Cleven übernehmen. Die Partner sind zuversichtlich, dass nichts mehr dazwischen kommt. Das DSF soll bei einem endgültigen Zuschlag als Sportsender weiter betrieben werden. Karstadt-Quelle erhofft sich von dem Engagement auch Synergien für seine Sporthäuser.

Laut Informationen aus Branchenkreisen geht aber auch Saban davon aus, dass er das Konsortium noch übertrumpfen kann. Sein Angebot sei höher. Saban hat bereits den TV-Konzern Pro Sieben Sat 1 und den Filmrechtehandel der zusammengebrochenen Kirch-Gruppe erworben. Das DSF wäre für ihn eine Abrundung seiner Aktivitäten in Deutschland.

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