Keine Gefahr für die Passagiere
Haarrisse an Concorde-Tragflächen - BA nimmt eine Maschine außer Betrieb

Air France hat das gleiche Phänomen an vier Maschinen entdeckt.

dpa PARIS/LONDON. Die Fluggesellschaft British Airways (BA) hat eins ihrer Überschallflugzeuge vom Typ Concorde wegen Rissen an den Tragflächen außer Betrieb genommen. Derselbe Fehler wurde auch an den übrigen sechs Maschinen der Concorde-Flotte entdeckt, für die aber keine Sicherheitsbedenken bestünden, sagte ein BA-Sprecher. Die französische Fluggesellschaft Air France, die über sechs Concorde-Jets verfügt, hat das gleiche Phänomen an vier Maschinen entdeckt. Das Problem sei aber seit Monaten bekannt und im Griff, erklärte ein Air-France-Sprecher. Die Sicherheit der Passagiere sei dadurch nicht in Frage gestellt, so dass sie weiter betrieben würden.

In Absprache mit dem nationalen Luftfahrtamt DGAC sowie dem Hersteller sei daher entschieden worden, die Maschinen im Einsatz zu lassen. Außerdem fliegen zwei der vier betroffenen Maschinen zur Zeit nicht, da sie zur routinemäßigen Überholung in der Luftwerft seien. Diese aufwendige Überholung - die von der Zahl der Flugstunden der Maschine abhängig ist - wird rund ein Jahr dauern und steht nicht im Zusammenhang mit dem Haarrissen.

An der betroffenen Maschine war vor mehreren Monaten ein etwa sechs Zentimeter langer Spalt in einer der Tragflächen entdeckt worden. Als die Öffnung sich auf 7,6 Zentimeter verlängerte, wurde die Außerbetriebnahme von der Zivilen Luftaufsichtsbehörde (CAA) angeordnet.

Die Tragflächen der Concorde werden von dem französischen Rüstungs- und Luftfahrtkonzern Aerospatiale hergestellt, der heute zum europäischen EADS-Konzern gehört. Maschinen vom Typ Concorde können das 2,2-fache der Schallgeschwindigkeit erreichen. Ihre Reiseflughöhe liegt bei 15 600 Metern, wobei eine konstante Geschwindigkeit von knapp 2 200 Kilometern in der Stunde erreicht wird. Winzige Haarrisse entstehen durch die großen Belastungen etwa bei Start und Landung regelmäßig auch bei anderen Flugzeugen. Solange sie eine bestimmten Grenzwert nicht überschreiten, stellen sie jedoch noch keine Gefahr dar.

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