Keine Hinweise auf Tatverdächtigen
Vermutlich Leiche der 16-jährigen Jennifer gefunden

Die Polizei hat in der Nacht zum Samstag vermutlich die Leiche der seit einer Woche vermissten Jennifer Haack aus dem norddeutschen Neumünster gefunden.

HB/dpa NEUMÜNSTER. Wie die Polizei am frühen Samstagmorgen mitteilte, handele es sich "mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit" um das Mädchen. Die Leiche wurde auf einem spärlich beleuchteten, Garten ähnlichen Grundstück in einer Wohnsiedlung der Stadt gefunden. Hinweise auf einen Tatverdächtigen gab es laut Polizeiangaben am Samstagmorgen noch nicht.

Wie ein Polizeisprecher der dpa sagte, hatten Kollegen nach Ende der Durchsuchungsaktion in der Nähe der Wohnung der 16-Jährigen versucht, Spuren zu entdecken und waren dabei auf die Mädchenleiche gestoßen. Sei wann sie dort gelegen habe, sei bislang unklar, sagte ein Polizeisprecher. Die auf Rügen lebenden Eltern der vermissten Jenny seien umgehend von dem Fund informiert worden.

Der nur wenige hundert Meter von der Unterkunft des Mädchens entfernte Fundort wurde weiträumig abgesperrt. Staatsanwaltschaft und Mordkommission seien vor Ort. Eine Obduktion sei für Samstagvormittag angeordnet, um zu klären, wie das Mädchen zu Tode gekommen ist. Die Mordkommission werde ihre Arbeit am Sonnabend bei Tagesanbruch fortsetzen, um weitere Spuren zu sichern, erklärte der Sprecher. Einzelheiten über den Zustand der Toten wollte die Polizei nicht bekannt geben.

Jennifer war am Freitag vergangener Woche nach einem Kinobesuch verschwunden. Das aus Samtens auf der Ostseeinsel Rügen stammende Mädchen hatte erst am 1. August in Neumünster eine Lehre begonnen. Am Mittwoch waren auf einem ehemaligen Kasernengelände Schuhe und eine Hose des Mädchens entdeckt worden.

Noch an diesem Freitag hatte die Polizei mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften nach dem Mädchen gesucht. 80 Beamte waren im Einsatz. Zwei Tornados der Bundeswehr überflogen das Suchgebiet in Schleswig- Holstein und machten Infrarotaufnahmen vom Gebiet der Innenstadt bis zum nördlichen Rand von Neumünster. Polizeitaucher durchsuchten erfolglos drei Kleingewässer, dutzende Beamte durchkämmten den Stadtwald.

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