Keine ideologische Unterscheidung
Stoiber holt Carstensen als Agrarexperten in sein Team

Mit der Berufung von Carstensen will Stoiber auch der Kritik aus den Reihen der CDU begegnen, in seinem Kompetenzteam seien Politiker aus Norddeutschland unterrepräsentiert.

rtr TORNESCH. Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) hat bei der Vorstellung des CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Harry Carstensen als Sprecher für Agrarpolitik und Verbraucherschutz im Wahlkampfteam von CDU/CSU die Landwirtschaftspolitik der Bundesregierung scharf angegriffen. Stoiber sagte am Freitag im schleswig-holsteinischen Tornesch, die Bundesregierung vertrete nicht die Interessen eines Großteils der Bauern in Deutschland. "Es darf keine ideologische Unterscheidung geben zwischen den bösen konventionellen Bauern und den guten ökologischen", sagte der bayerische Ministerpräsident. Stoiber ließ offen, ob er im Falle eines Wahlsieges die Entscheidung der Bundesregierung beibehält, den Verbraucherschutz im Landwirtschaftsministerium anzusiedeln.

Den Plänen von EU-Kommissar Franz Fischler für eine Obergrenze der Direktzahlungen an die Bauern in Höhe von 300.000 Euro erteilte er eine klare Absage. Insgesamt werde er sich dafür einsetzen, dass es mittelfristig die EU-Agrarsubventionen mit Geldern aus den nationalen Haushalten kofinanziert werden. Der Agraringenieur Carstensen ist Vorsitzender des Landwirtschaftsausschusses im Bundestag. Er war zuletzt als Kritiker der Agrarreform Fischlers hervorgetreten. Der 55-Jährige ist seit 1983 Mitglied des Bundestages und seit Juni diesen Jahres Chef der CDU in Schleswig-Holstein.

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