Keine Impulse von Bush-Besuch
Tokioter Börse verbucht schwere Verluste

Der Aktienmarkt in Tokio hat am Dienstag deutliche Kursverluste verzeichnet, was Händler auf fehlende Impulse durch das Treffen des japanischen Ministerpräsidenten Junichiro Koizumi mit US-Präsident George W. Bush zurückführten.

rtr TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index brach um 2,44 % auf 9847,16 Zähler ein. Der breiter gefasste Topix-Index verlor zum Handelsschluss 2,21 % auf 959,96 Zähler.

Händler sagten, das Gipfel-Treffen habe keine klaren Signale für Wirtschaftsreformen in Japan gebracht, nachdem die Märkte vor dem Besuch des US-Präsidenten noch auf Impulse für die Bekämpfung des Preisverfalls und der Bankenkrise in Japan gehofft hatten. Als wenig hilfreich bezeichneten Marktteilnehmer zudem Äußerungen von Finanzminister Masajuro Shiokawa, Finanzspritzen für den angeschlagenen Bankensektor seien nicht unmittelbar notwendig. Ferner habe eine Herabstufung der drei größten japanischen Broker-Häuser durch die Rating-Agentur Moody's auf dem Markt gelastet, hieß es.

Die Aktien des Brokerhauses Daiwa Securities Group fielen um 5,91 %, die des japanischen Branchenführers Nomura Holdings verloren 6,44 %. Auch Banktitel verzeichneten deutliche Kurseinbußen. Die Aktien von Mizuho Holdings brachen um 7,36 % ein, die Titel der Sumitomo Mitsui Banking Corp fielen um 5,64 %.

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