"Keine Inflationseffekte durch Euro-Einführung"
Duisenberg hält Zinsniveau für angemessen

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Wim Duisenberg, hält nach einem Bericht der französischen Tageszeitung "La Tribune" das aktuelle Zinsniveau in der Euro-Zone für angemessen.

Reuters PARIS. "Auf der Basis von den Informationen, die uns gegenwärtig zur Verfügung stehen und die nächsten beiden Jahre umfassen, ist das gegenwärtige Zinsniveau angemessen", sagte er der Zeitung in einem am Montag vorab zur Verfügung gestellten Interview. Die derzeitigen Zinsen stellten jedoch kein Hindernis für eine Wachstumserholung dar, sagte er. Er sehe keine Inflationseffekte durch die Euro-Bargeldeinführung.

Die EZB habe Dauer und Ausmaß des Abschwungs der Wirtschaft in den USA unterschätzt, sagte Duisenberg nach Angaben der Zeitung weiter. Die Konjunktur in der Euro-Zone, die durch die Schwäche in den USA getroffen worden sei, dürfte sich jedoch bis Ende 2002 wieder auf ein normales Niveau mit einem Wachstum von ungefähr 2,5 Prozent einpendeln.

"Wir erwarten eine Erholung im Jahresverlauf. Sie wird langsam und moderat sein, aber zwischen jetzt und Ende 2002 erwarten wir, dass sich die Wachstumsraten wieder fast dem langfristigen Wachstumspotenzial von 2,5 Prozent nähern werden", sagte Duisenberg. Es sei Besorgnis erregend, dass die deutsche Defizitquote nahe drei Prozent liege, sagte Duisenberg in dem Interview weiter.

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