Keine Informationen über Forschung nach Impfstoff
Keine zugelassenen Impfstoffe gegen Milzbrand und Pocken in Deutschland

In Deutschland gibt es nach Angaben des Bundesamtes für Sera und Impfstoffe keine zugelassenen Impfmittel gegen Milzbrand- oder Pockenerreger. Ein Pockenimpfstoff sei Mitte der siebziger Jahre nicht mehr hergestellt worden, da nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Gefahren durch diese Erreger gebannt waren, sagte Susanne Stöcker vom Paul-Ehrlich-Institut in Langen. Auch der aus den USA stammende weltweit einzige Impfstoff gegen Milzbranderreger sei in Deutschland nicht zugelassen.

ddp LANGEN. Der früher genutzte Pockenimpfstoff entspricht nach Angaben der Sprecherin des Bundesamtes wegen seiner starken Nebenwirkungen nicht den derzeitigen Kriterien für eine Zulassung. Die Nebenwirkungen seien damals in Kauf genommen worden, um den Erreger auszurotten. Es sei im Bundesamt nicht bekannt, ob in Deutschland nach einem Impfstoff gegen die Krankheitserreger geforscht werde. Die Behörde werde erst bei einer Zulassung eingeschaltet.

Nach Ansicht der Institutssprecherin hat der in den USA verwandte Impfstoff gegen Milzbranderreger in Deutschland wenig Chancen auf eine Zulassung. Starke Nebenwirkungen seien auch bei diesem Mittel nicht auszuschließen, sagte Stöcker. Darüber hinaus sei eine echte Wirksamkeitsprüfung des Medikaments kaum möglich, weil der Impfstoff nur schwer getestet werden könne.

Eine absichtliche massenhafte Verbreitung von Milzbranderregern scheint nach Ansicht der Sprecherin technisch nicht zu funktionieren. Die Erreger ließen sich nicht so einfach zusammenbasteln und ausbringen, sagte Stöcker.

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