Keine internationale Präsenz
Invera rät Comtrade AG nicht zu zeichnen

rtr PADERBORN. "Wir raten von einer Zeichnung der Comtrade AG (WKN: 550 253)ab, da der Mainframe-Markt, in dem der Großteil der Umsätze generiert wird, kein signifikantes Wachstum aufweist", sagt Karsten Abromeit von der Invera GmbH

Die Hamburger Comtrade AG habe sich als unabhängiger IT-Dienstleister am Markt etabliert und biete seinen Kunden in den Bereichen IT-Finance, IT-Brokerage, IT-Systems und IT-Innovations Dienstleistungen an. Gegenstand des Bereichs IT-Finance, der am diesjährigen Gesamtumsatz einen Anteil von rund 75 % hat, ist die Finanzierung von Enterprise Servern und Großrechnern wie sie in Rechenzentren zu finden sind. Das IT-Brokerage generiert knapp 17 % des Umsatzes und umfasst den weltweiten Handel von IT-Systemen und Komponenten. Auf einer eigenen Internet Plattform sind ca. 250 Broker zusammengefasst. In dem Bereich IT-Systems werden individuelle Kundenlösungen erarbeitet. Das Leistungsspektrum reicht von Analyse, Implementierung, Installation bis hinzu zur Schulung und Support. Im Segment IT-Innovations werden selbstentwickelte Migrationstools angeboten. Da IBM und SAP den Support der Systeme OS/2 und SAP R/2 in den kommenden Jahren einstellen werden, müssen die Unternehmen, die diese Systeme einsetzen, auf objektorientierte Systeme umstellen. Comtrade bietet für diese Konvertierung spezielle Lösungen an. Auf die letzten beiden Bereiche entfallen rund 8 % des Umsatzes.



Obwohl Invera den für das Jahr 2000 geplanten Umsatz in Höhe von 60,5 Mill. DM für erreichbar hält, rät das Haus von einer Zeichnung ab, da Comtrade international nicht vertreten sei und der Mainframe-Bereich, d.h. der Markt für Großrechner-System zur Verarbeitung sehr großer Datenmengen, kein signifikantes Wachstum aufweise und der Finance-Bereich auch zukünftig einen Anteil von mehr als 70 % am Umsatz haben soll. Auf dieser Grundlage erscheine eine 2001er KGV-Spanne - auf Basis der Bookbuildingspanne von 5,75 bis 6,75 Euro - von 22 bis 26 für zu hoch."



Karsten Abromeit ist Analyst im Bereich Aktienresearch bei der INVERA GmbH.



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