Keine Kenntniss von Holzmann
Holzmann-Millionen angeblich für El-Kaida

Millionensummen aus Schmiergeldzahlungen des Baukonzerns Philipp Holzmann sollen in den 80er Jahren beim Terrornetzwerk von Osama bin Laden gelandet sein

dpa WIESBADEN. Einen entsprechenden Hinweis prüft zur Zeit das Bundeskriminalamt (BKA), wie die Behörde am Mittwoch bestätigte. Nähere Angaben lehnte das BKA ab.

Nach Informationen des Hamburger Magazins "stern" und des Südwestrundfunks stammt der Hinweis von einem deutschen Geschäftsmann. Er habe ausgesagt, dass beim Bau des König-Fahd- Stadions im saudi-arabischen Riad 200 Millionen US-Dollar (rund 226 Mio Euro) Provision geflossen seien. Das Geld sei im Umfeld von Osama bin Laden oder direkt bei dem gesuchten Terroristenführer gelandet, "vermutlich ohne Kenntnis des Holzmann-Konzerns", wie der "stern" schrieb.

Daran habe der frühere saudische Geheimdienstchef Prinz Turki al- Faisal mitgewirkt. SWR und "stern" bezeichnen ihn als engen Weggefährten bin Ladens. An dem Bau soll zeitweilig auch auch der Baukonzern der Familie Osama bin Ladens beteiligt gewesen sein.

Die islamisch-fundamentalistische Terrororganisation El Kaida des als Top-Terrorist gejagten Osama bin Laden wurde um 1989 in Afghanistan gegründet. El Kaida (übersetzt: Die Basis) gilt als eine Art zentrale Schalt-, Verbindungs- und Finanzstelle im terroristischen Netzwerk Bin Ladens.

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