"Keine Kollektivstrafen verhängen"
Peres sagt Palästinensern Öffnung des Raumes Jericho zu

dpa JERUSALEM. Der israelische Außenminister Schimon Peres hat am Dienstag die Bereitschaft bekundet, palästinensischen Bitten um eine Wiederöffnung des seit Monaten blockierten autonomen Gebiets um Jericho nachzukommen. Peres sagte im israelischen Rundfunk, die Palästinenser hätten im Gegenzug zugesagt, für die Sicherheit in dem Bereich zu sorgen. Israelische Fahrzeuge waren auf einer Umgehungsstraße im Bereich der Wüstenstadt immer wieder von bewaffneten Palästinensern überfallen worden.

Peres sagte, Israel wolle ohne Vorbedingungen die Lebensbedingungen der palästinensischen Zivilbevölkerung erleichtern. "Wir werden die Sperren öffnen, wo immer es möglich ist, damit die Menschen dort ein normales Leben führen können." Israel sei nicht daran interessiert, Kollektivstrafen zu verhängen, betonte der Außenminister.

Die strenge Blockade der Region hat Jericho auch als Tourismusziel schwer geschadet, in das palästinensische und internationale Geschäftsleute Millionen investiert hatten.

In den vergangenen Monaten waren in den Palästinensergebieten mehrere Lynchmorde an Israelis verübt worden. Daraufhin hatte die Armee Israelis generell die Einreise in palästinensisch kontrollierte Gebiete untersagt. Die israelische Zeitung "Haaretz" schrieb am Dienstag unter Berufung auf Militärkreise, Israel verhandele nur über eine Aufhebung der Sperre um Jericho für Palästinenser, jedoch nicht für Israel.

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