Keine konkreten Entscheidungen
Allianz: Terror-Versicherung für Flugzeuge

Der Allianz-Konzern will Flugzeuge wieder umfassend gegen Terror versichern. Konkrete Entscheidungen seien aber noch nicht gefallen, sagte ein Allianz-Sprecher am Freitag in München.

dpa MÜNCHEN. Auch stünden die genauen Modalitäten noch nicht fest. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete unter Berufung auf Branchenkreise, die Deckungssumme solle sich auf insgesamt bis zu fünf Mrd. $ (knapp 5,7 Mrd. Euro) belaufen.

Nach den Terroranschlägen in den USA hatten weltweit die Versicherungskonzerne die Verträge gekündigt, mit denen sich Fluggesellschaften gegen Haftpflichtschäden versicherten. Die EU-Finanzminister einigten sich darauf, dass die Staaten für eine Übergangszeit die Haftung bei Terror übernehmen, damit der Flugbetrieb fortgesetzt werden konnte. Derzeit ringen die Beteiligten um eine dauerhafte Lösung.

Die deutsche Versicherungswirtschaft schlug am Dienstag vor, für Risiken mit einer Versicherungssumme von mehr als 25 Mill. Euro einen gemeinsamen Spezialversicherer zu gründen, der gegen zusätzliche Prämien das Terrorrisiko deckt. Alles was über eine Kapazität von drei Mrd. Euro hinausgehe, müsse aber vom Staat über eine unbegrenzte Deckungszusage gedeckt werden. Mit einer Lösung rechnet die Branche in den kommenden Wochen.

Inwieweit andere Konzerne in die Allianz-Pläne eingebunden seien, wollte der Konzernsprecher nicht kommentieren. Laut dem Zeitungsbericht bietet derzeit nur der US-Versicherer AIG eine Terrordeckung bis zu einer Milliarde $ an.

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