Keine konkreten Ergebnisse: Fusionsgespräche von MMO2 und KPN abgebrochen

Keine konkreten Ergebnisse
Fusionsgespräche von MMO2 und KPN abgebrochen

Die beiden Telekommunikationskonzerne MMO2 und KPN führen keine konkreten Fusionsverhandlungen mehr. Beide Unternehmen bestätigten jedoch, dass es Sondierungsgespräche gegeben habe.

Reuters MÜNCHEN/AMSTERDAM. Ein Sprecher der MMO2-Tochter in Deutschland sagte am Montag in München, "über das Thema (Fusion) gibt es derzeit keine Gespräche zwischen MMO2 und KPN". Aus den bisher geführten Gesprächen werde sich nichts konkretes ergeben. Wenn es eine Konsolidierung in der Branche durch ein mögliches Zusammengehen der beiden auch auf dem deutschen Mobilfunkmarkt tätigen Unternehmen geben sollte, dann sei dies "eher mittel- bis langfristig vorstellbar". Ein KPN-Sprecher ergänzte, die bereits vergangenen Jahr geführten Gespräche ruhten derzeit.

Die britische Tageszeitung "Observer" hatte am Sonntag unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, die beiden Unternehmen hätten in den vergangenen beiden Monaten die Möglichkeiten eines Zusammenschlusses ausgelotet. Spekulationen über ein mögliches Zusammengehen der beiden Konzerne beziehungsweise ihrer Deutschland-Töchter kursieren am Kapitalmarkt bereits seit längerem.

MMO2 wurde als Mobilfunkunternehmen von BT (ehemals British Telecom) abgespalten und ist in Großbritanien, Irland, den Niederlanden und Deutschland tätig. KPN ist der dominierende Telekom-Konzern in den Niederlanden und über seine nicht börsennotierte Mobilfunktochter KPN Mobile in den Niederlanden, Belgien, Deutschland und in Großbritannien aktiv.

Auf dem deutschen Mobilfunkmarkt zählte die KPN-Tochter E-PLus Ende 2002 rund 7,3 Mill. Kunden, die deutsche O2-Tochter 4,6 Mill. Kunden. Damit rangieren beide Unternehmen deutlich hinter den deutschen Mobilfunk-Marktführern T-Mobile und Vodafone D2, die rund 45 Mill. Kunden oder gut 80 % des Marktes auf sich vereinigen. Eine Fusion von E-Plus und O2 Deutschland würde einen starken dritten Konkurrenten zu den beiden Marktführern schaffen. Die beiden Verfolger der deutschen Marktführer räumen ein, dass sie deutlich bei den Kundenzahlen wachsen müssen, um eine solide und langfristig profitable Geschäftsbasis in Deutschland zu etablieren. Als Zielmarke dafür gelten grob zehn Mill. Kunden.

Gespräche über ein Zusammengehen der beiden deutschen Mobilfunkgesellschaften hatten O2 und E-Plus zuletzt vor wenigen Wochen dementiert. Sowohl E-Plus-Chef Uwe Bergheim als auch O2-Chef Rudolf Gröger hatten Reuters übereinstimmend gesagt, es gebe derzeit keine Gespräche über eine Fusion.

Aus Branchenkreisen verlautete, die beiden Muttergesellschaften hätten "in einem frühen Stadium" über die Möglichkeit und die Erfolgsaussichten eines Zusammengehens diskutiert. "Konkrete Fusionsgespräche waren das nicht", hieß es in den Kreisen. Es sei bislang nicht geplant, die Gespräche fort zu setzen. Es sei überhaupt noch nicht klar geworden, ob eine Fusion von MMO2 und KPN Sinn mache.

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