Keine konkreteren Angaben
Nordkorea droht USA mit Gegenmaßnahmen

Nordkorea hat den USA mit Gegenmaßnahmen gedroht, wenn diese Gesprächen über Atomwaffen nicht zustimmten.

Reuters SEOUL. In einem Bericht der Parteizeitung "Rodong Sinmun", der am Dienstag von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreitet wurde, hieß es, wenn die USA weiter Druck auf Nordkorea ausübten und das Land mit Gewalt erstickten, müsse Nordkorea zu härteren Gegenmaßnahmen greifen. Worin diese Maßnahmen bestehen würden, ließ der Bericht offen. Am Vortag hatte sich Nordkorea zu einem Dialog mit den USA über Atomwaffen bereit erklärt. Die USA zeigten sich skeptisch, da das Vertrauensverhältnis zwischen beiden Staaten gestört sei. Nach US-Angaben betreibt Nordkorea ein geheimes Atomwaffenprogramm.

Der einzige Ausweg für die USA sei es, auf Versöhnung und Frieden zu setzen, hieß es in dem Bericht weiter. Der nordkoreanische Parlamentspräsident Kim Jong Nam hatte am Montag in Pjöngjang bei einem Treffen mit Südkoreas Vereinigungsminister Jeong Se Huyn seine Gesprächsbereitschaft mit den USA erklärt. Voraussetzung sei, dass die USA ihre feindliche Politik gegenüber dem kommunistischen Land aufgäben. Zu der US-Darstellung, Nordkorea betreibe ein geheimes Atomwaffenprogramm, hat das Land bislang nicht öffentlich Stellung genommen.

"Wir haben nur eine sehr geringe Basis für Vertrauen in Nordkorea, eine sehr geringe Basis für Zuversicht, dass ein weiterer Dialog zu einer Lösung führt", sagte der US-Botschafter in Südkorea, Thomas Hubbard, in Seoul. Er bekräftigte, dass die USA an einer friedlichen Lösung des Problems interessiert seien. "Wir hoffen, dass konzertierte diplomatische Bemühungen - basierend auf der Zusammenarbeit von Freunden, Verbündeten und interessierten Parteien - Nordkorea überzeugen können, das neue Programm aufzugeben", sagte Hubbard. Ein US-Gesandter in Seoul sagte zudem, es gebe wenig Hoffnung für Verhandlungen, da Nordkorea seine Glaubwürdigkeit verloren habe.

Bush hat Nordkorea gemeinsam mit Iran und Irak als Achse des Bösen bezeichnet, die in den Besitz von Massenvernichtungswaffen gelangen wolle. Nordkorea hatte sich 1994 den USA gegenüber zur Aussetzung seines Atomwaffenprogramms verpflichtet. Im Gegenzug war dem Land die Finanzierung und der Bau zweier Atomreaktoren zur friedlichen Nutzung der Atomenergie zugesagt worden.

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