"Keine Kooperation mit "Bild"-Zeitung"
Steuerzahlerbund will Namen der Politiker nicht preisgeben

Der Bund der Steuerzahler will die Namen der ihm genannten Bonusmeilensündern nicht bekannt geben. Bei der Weitergabe einzelner Namen an Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) "wäre das Problem nicht gelöst", sagte der Vizepräsident des Verbandes, Dieter Lau, am Freitag in Wiesbaden.

ddp WIESBADEN. Dem Steuerzahlerbund sei an einer grundsätzlichen Lösung gelegen, damit dienstlich erworbene Bonusmeilen von Bundestagsabgeordneten nicht privat genutzt werden könnten.

Lau sagte, beim Steuerzahlerbund gebe es von einem Mitarbeiter handschriftliche Aufzeichnungen eines Anrufs, in dem Verband Namen, Parteien und Zielorte der in Frage kommenden Flüge genannt worden seien. Der Name des Anrufers sei nicht bekannt und auch nicht auf seinen Wahrheitsgehalt geprüft worden. Wo die Liste derzeit im Hause sei, wisse er nicht, ergänzte Lau.

Der Vizepräsident wies die Vorwürfe von Politikern der rot-grünen Koalition zurück, der Verband mache sich durch Zurückhaltung der Liste zum Erfüllungsgehilfen einer Kampagne der "Bild"-Zeitung. Es habe im Rahmen der "üblichen Pressekontakte" Gespräche gegeben, bei denen deutlich geworden sei, dass es auch bei der Zeitung Hinweise auf den Missbrauch von Bonusmeilen gebe. Der Steuerzahlerbund habe die Veröffentlichungen kommentiert, habe aber ansonsten auf die Politik der Zeitung "keinen Einfluss".

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