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Keine Krise - aber was ist zu tun?

Zunächst eine gute Nachricht: Die beiden Förder-Einrichtungen des Kapitalmarkts, das Deutsche Aktieninstitut (DAI) und der Finanzplatz e.V., gehen zusammen.

Gestern Nachmittag wurde in Frankfurt/Main die Bündelung der Kräfte beschlossen. (Das hier ist nur ein kleiner Teil der vielfältigen Aktivitäten des DAI, dessen Web-Seite www.dai.de ich auch jedem Privatanleger gerne empfehle.).

Wichtig ist auch, dass prominente Köpfe wie Bundesbank-Präsident Welteke und Ex-Deutsche-Bank-Chef Breuer die Gelegenheit nutzten, sich gegen das immer lauter werdende Gerede von einer Liquiditäts- oder Systemkrise deutscher Banken zu wenden. Zugleich kam die eindringliche Warnung, durch anhaltendes Krisengerede werde auch die Rolle Aktie gefährdet. Es sei Zeit, das Vertrauen zurück zu gewinnen. "Wir müssen was für die Aktie tun", hieß es. Bravo!

Dass wir, die Medien, dabei mit in die Verantwortung genommen werden, ist gewiss richtig. Der Presse aber die Schuld für Krisenerscheinungen zuzuweisen, ist Quatsch, soll von eigenen Fehlern ablenken. Das hat Franz Beckenbauer schon vor Jahren versucht.

Ich habe gestern konkrete, neue Ansatzpunkte für die Rückgewinnung des Vertrauens in Wirtschaft und Börse vermisst. Mein Vorschlag: Die Kapitäne unserer Wirtschaft sollten selbst in die Öffentlichkeit gehen und eine offene, ehrliche Bestandsaufnahme mit dem Aufzeigen von Perspektiven verbinden. Vielleicht finden sich Vorbilder aus den Top-Etagen - das können durchaus auch angesehene Oldies sein! -, die nicht nur Forderungen an die Politik herunter beten, sondern eigene Wege beschreiben.

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