Keine Kritik am Preissystem
Der Bahn laufen Passagiere in Scharen weg

Die Deutsche Bahn fährt im Fernverkehr weiter deutlich ihren Umsatzplänen hinterher. In den ersten drei Monaten blieb Europas größter Verkehrskonzern knapp 20 Prozent unter Plan und etwa 14 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresquartals.

HB/dpa BERLIN. Wie Aufsichtsratskreise am Dienstag in Berlin bestätigten, wurden im Fernverkehr statt der erhofften 930 Mill. Euro nur 750 Mill. Euro eingenommen. Auch bei den Passagierzahlen musste das bundeseigene Unternehmen herbe Rückgänge verkraften. Mit 27 Mill. Reisenden wurde der Quartalsplan um fast vier Millionen verfehlt.

Die Bahn AG, die die Zahlen zunächst nicht kommentieren wollte, steht seit längerem wegen ihres neuen Preissystems und Verspätungen unter Druck. In einer Mitteilung des Unternehmens hieß es, die Bahn habe schon in den vergangenen Wochen darauf verwiesen, dass sie nicht im konjunkturfreien Raum lebe und dass sich sowohl der Personenverkehr insgesamt als auch der Güterverkehr im Vergleich zur allgemeinen Marktentwicklung noch gut behauptet hätten. Dies werde das Gesamtergebnis für das erste Quartal 2003 auch deutlich machen. Die Quartalszahlen würden zunächst dem Aufsichtsrat präsentiert und danach auf der Bilanzpressekonferenz der Öffentlichkeit erläutert.

Schon in den ersten zwei Monaten wurde deutlich, dass sich die Fahrgastzahlen nach Einführung des neuen Preissystems Mitte Dezember nicht so entwickelt haben wie erhofft. Im Januar und Februar lag der Umsatz im Personenverkehr zwar auf dem Vorjahresniveau. Er blieb aber um sieben Prozent unter Plan. Die Bahn hatte die Einbußen mit der schlechten Konjunktur begründet sowie den zahlreichen technischen Pannen neuer ICE-Züge, Preisoffensiven der Billigflieger und witterungsbedingten Ausfällen im vergangenen Winter. Auf das umstrittene Preissystem, das Familien und Frühbuchern Rabatte einräumt, seien die Rückschläge dagegen nicht zurückzuführen.

Die von Verbänden und Politikern seit Monaten massiv geforderten Nachbesserungen lehnt die Bahn zum jetzigen Zeitpunkt daher ab. Sie will erst nach einem Jahr eine erste Bilanz ziehen und dann mögliche Nachbesserungen angehen. Stattdessen versucht sie mit befristeten Sonderangeboten auf bestimmten Strecken, mehr Reisende zu locken.

Die Bahn hatte die Einbußen mit der schlechten Konjunktur begründet sowie den zahlreichen technischen Pannen neuer ICE-Züge, Preisoffensiven der Billigflieger und witterungsbedingten Ausfällen im vergangenen Winter. Auf das umstrittene Preissystem, das Familien und Frühbuchern Rabatte einräumt, seien die Rückschläge dagegen nicht zurückzuführen. Die von Verbänden und Politikern massiv geforderten Nachbesserungen lehnt die Bahn zum jetzigen Zeitpunkt daher ab. Sie will erst nach einem Jahr eine erste Bilanz ziehen und dann mögliche Nachbesserungen angehen. Stattdessen versucht sie mit befristeten Sonderangeboten auf bestimmten Strecken, mehr Reisende zu locken.

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