Keine Menschenleben in Gefahr
Erdbeben mit Stärke 7,1 in Japan

Ein schweres Erdbeben hat am Freitag den Südwesten Japans erschüttert. Hochhäuser und Brücken gerieten ins Schwanken, für mehrere tausend Menschen fiel die Stromversorgung zeitweise aus.

ap TOKIO. Ein schweres Erdbeben hat am Freitag den Südwesten Japans erschüttert. Hochhäuser und Brücken gerieten ins Schwanken, für mehrere tausend Menschen fiel die Stromversorgung zeitweise aus, und es wurden Erdrutsche ausgelöst. Mindestens ein Mensch wurde verletzt. Das Beben ereignete sich um 13.30 Uhr Ortszeit (06.30 Uhr MESZ). Die Meteorologische Behörde gab die Stärke mit 7,1 an.

Das Epizentrum des Bebens lag in der Präfektur Tottori, 500 Kilometer südwestlich von Tokio. Der Erdstoß war so stark, dass die Erschütterungen noch im 250 Kilometer entfernten Suzuka zu spüren waren, wo am Freitag das Freie Training zum Großen Preis von Japan in der Formel 1 stattfand.

Der Fernsehsender NHK zeigte Live-Bilder aus einem seiner Redaktionsräume in der Stadt Matsue, wo Mitarbeiter versuchten, Tische festzuhalten, von denen Computer zu Boden fielen. In anderen Gebäuden lösten die Erschütterungen automatische Feuerlöschanlagen aus, und weißer Schaum regnete von der Decke. "Es war so stark, dass ich nicht aufstehen konnte", sagte Shinichi Nagami, ein Regierungssprecher in Sakaiminato. NHK berichtete von Rissen in den Wänden einiger Gebäude der Stadt.

In Yonago gingen Schaufensterscheiben zu Bruch, und die Auslagen von Supermärkten und Geschäften fielen auf die Straße. In Hinocho wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo alle 80 Patienten eines Krankenhauses vorsorglich evakuiert. Nach Polizeiangaben wurde ein Mann verletzt, als das Dach seines Hauses zusammenstürzte.

Das Erdbeben löste in der hügeligen Umgebung mindestens drei Erdrutsche aus. Einer davon blockierte eine Eisenbahnlinie, ein anderer führte zur Teilsperrung einer Autobahn. Rund 9 300 Haushalte und Büros in der Präfektur waren nach dem Erdstoß kurzzeitig ohne Strom. Die beiden Atomreaktoren der Gegend waren nach offiziellen Angaben bereits vor dem Beben wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet worden. Trotz der Stärke des Bebens gaben die Behörden jedoch keine Flutwellenwarnung.

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