Keine offiziellen Angaben zu Verlusten
Pearson hält an Engagement bei „FTD“ fest

Der britische Pearson-Verlag hält an seinem Engagement bei der defizitären Tageszeitung "Financial Times Deutschland" (FTD) fest und beabsichtigt weitere Investitionen in den deutschen Ableger seines Flaggschiffs "Financial Times".

Reuters LONDON. "Wir sprechen mit unseren Partnern über weitere Investitionen in FT Deutschland", sagte Pearson-Finanzchefin Rona Fairhead am Montag in einer Telefonkonferenz anlässlich der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen des britischen Verlags. Die "FTD" gewinne immer mehr an Boden und Pearson bleibe ein großer Fan der vor drei Jahren zusammen mit dem Hamburger Verlagshaus Gruner + Jahr gegründeten Zeitung. Eine Reduzierung seines Anteils an der "FTD" schloss der Verlag aus.

In mit der Situation vertrauten Kreisen hatte es Mitte Juli geheißen, Pearson überdenke sein Engagement bei der "FTD" und prüfe derzeit mehrere Optionen, darunter auch eine Reduzierung seiner 50-prozentigen Beteiligung an dem Blatt. Die restlichen 50 % werden von Gruner + Jahr gehalten.

Die "Financial Times Deutschland" hatte bei ihrer Gründung für Furore auf dem Markt für Wirtschaftszeitungen in Deutschland gesorgt und vor allem das konkurrierende "Handelsblatt" unter Druck gesetzt. Weder Pearson noch Gruner+Jahr haben die Höhe der Verluste des Blattes je veröffentlicht. Wie Pearson am Montag mitteilte, lag der Verlust der FT-Gruppe, in der neben der "Financial Times" und dem Anteil an der "FTD" nach früheren Angaben auch die französische Zeitung "Les Echos" und die spanische "Recoletos" gebündelt sind, bei 4 Mill. Pfund im ersten Halbjahr.

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