Keine Opfer unter Anwohnern
23 Tote bei Absturz in Zentralafrika

Bei dem Absturz eines Frachtflugzeugs auf einen Vorort der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, Bangui, am Donnerstag starben 23 Menschen, zwei überlebten. Das Flugzeug der "Sudan Airways" war mit acht Besatzungsmitgliedern und 17 Passagieren bei einem Notlandeanflug auf den Flughafen der Metropole abgestürzt.

dpa NAIROBI/BANGUI. Bei dem Absturz eines Frachtflugzeugs auf einen Vorort der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, Bangui, sind keine Anwohner getötet worden. "Es sieht so aus als gebe es keine Opfer unter den Anwohnern des besiedelten Gebietes", sagte eine Regierungssprecherin am Freitag im nationalen Rundfunk. "Im Flugzeug starben 23 Menschen, zwei überlebten den Absturz." Einer der Überlebenden sei vermutlich der Pilot der Maschine. Die Sprecherin erklärte, Behörden in Bangui hätten die Untersuchung des Unfalls vom Donnerstag auch mit Hilfe der gefundenen Blackbox bereits eingeleitet.

Das Flugzeug der "Sudan Airways" war mit acht Besatzungsmitgliedern und 17 Passagieren bei einem Notlandeanflug auf den Flughafen der Metropole abgestürzt. Die mit Zwiebeln beladene Unglücksmaschine war am Morgen in der Hauptstadt von Tschad, Ndjamena, auf den Weg in das südliche Nachbarland Kongo-Brazzaville gestartet. Als der Pilot technische Schwierigkeiten bemerkte, steuerte er den Flughafen von Bangui an. Vier Kilometer vor dem rettenden Ziel stürzte die Maschine jedoch ab.

Am Rande der Marktgegend schlug das Flugzeug auf dem Gelände einer Fischfarm auf. Unter anderem wurden mehrere Wohnhäuser zerstört. Nach Informationen lokaler Behörden befanden sich die Bewohner zum Zeitpunkt des Unglücks jedoch nicht in der Nähe. Über Verletzte oder gar Tote gebe es bislang keine Hinweise. Noch am Freitag strömten Tausende Bewohner der verarmten Hauptstadt zur Unglücksstelle, in der Hoffnung einen Teil der Flugzeugladung oder Maschinenteile zu ergattern.

Das Unglück ist das jüngste einer Reihe von Flugzeugkatastrophen auf dem afrikanischen Kontinent. Im Mai kamen 150 Menschen in der nordnigerianischen Stadt Kano ums Leben, als dort ein mit 75 Passagieren besetztes Flugzeug in ein Wohngebiet stürzte. Vier Menschen hatten den Absturz überlebt. Ursache waren vermutlich technische Mängel.

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