Keine Paniverkäufe
Allianz-Anleihen fallen deutlich

Die Anleihen der deutschen Allfinanzkonzerns Allianz haben am Donnerstag nach Veröffentlichung eines Rekordfehlbetrags der Unternehmens für das dritte Quartal Kursverluste verbucht.

Reuters FRANKFURT. Die nominal mit fünf Prozent (Kupon) verzinste Allianz-Anleihe mit Fälligkeit im März 2008 erzielte am Donnerstagvormittag einen Renditeaufschlag (Spread) von rund 100 Basispunkten über der entsprechenden Bundesanleihe. Damit fiel der Kurs so stark, dass sich der Spread gegenüber Mittwoch um rund zehn Basispunkte ausweitete.

"Der Verlust ist groß, aber wir wussten, es würde schlimm kommen, und das hat uns die ganzen Panikverkäufe erspart, die wir in nervösem Markt bei anderen Papieren gesehen haben", sagte ein Händler. Trotz dieser Einschränkung prognostizierten Marktteilnehmer einen generellen Abwärtstrend für den Tag.

Bei Bundesanleihen und Zinsfutures hatten die Allianz-Zahlen zu leichten Kursgewinnen beigetragen, weil mit einer Belastung der Aktienmärkte gerechnet worden war. Allianz meldete für das dritte Quartal 2002 den höchsten Quartalsverlust seiner Geschichte und erwägt nun zwei Anleiheemissionen zur Stärkung des Eigenkapitals. Das Unternehmen bezifferte den Fehlbetrag für das abgelaufene Vierteljahr auf 2,5 Milliarden Euro nach 46 Millionen Euro im dritten Quartal des Vorjahres. Damit lag der Fehlbetrag deutlich über den Schätzungen der von Reuters befragten Analysten, die im Durchschnitt 1,66 Milliarden Euro Verlust erwartet hatten.

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