Keine positiven Impulse
US-Märkte im Fokus

"The only way is up!" Für diese Erkenntnis werden Börsianer zurzeit kräftig zur Kasse gebeten. Die Hoffnung, dass die Technologiewerte bereits den Boden gefunden hätten, dürfte auch zur Wochenmitte enttäuscht werden. Erneut negative Analystenkommentare belasten die Märkte. Erfreuliche Nachrichten sind an der Wall Street Mangelware. Sollte der Nasdaq Index heute die wichtige Linie von 2252 Punkte durchbrechen, dürften der Abwärtstrend des Börsenbarometers nicht aufzuhalten sein. Bereits gestern notierten über 90 Werte auf ihren 52 Wochentiefständen.

Auch von den vorbörslich veröffentlichten Wirtschaftsdaten hat der Markt am Morgen keine Impulse zu erwarten. Die Konsumentenpreise stiegen im Januar um 0,6 Prozent und damit so stark, wie bereits seit einem Jahr nicht mehr. Die Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet. Die um die volatilen Bereiche Energie und Lebensmittel bereinigte Kernrate des Index legte um 0,3 Prozent zu und stieg damit 0,1 Prozent stärker als von den Experten erwartet. Der Index der Konsumentenpreis gilt als Indikator für eine mögliche Inflation und dürfte die Fed dazu anregen, sich die nächsten Schritte Richtung Zinssenkung erneut zu überlegen.



Sun Microsystems

belasten am Morgen erneut negative Analystenkommentare. Nachdem die Aktie bereits gestern auf ihren Jahrestiefstand fiel, setzt den Wert heute eine Abstufung von Merrill Lynch unter Druck. Die Analysten reduzieren die Empfehlung für die Aktie von "akkumulieren" auf "neutral". Dass die Experten auf lange Sicht bei ihrer Kaufempfehlung beleiben, dürfte Sun Microsystems am Morgen wenig helfen. Die Experten reduzieren die Gewinnerwartungen für das dritte und weitere Quartale. Der Serverhersteller leide nach wie vor unter der kränkelnden US-Konjunktur. Hohe Lagerbestände bremsten die Produktion und belasteten die Unternehmensgewinne. Die Aktie verliert vorbörslich.



Oracle

und Lucent Technologies konnten sich vor Handelsbeginn dagegen leicht von den Verlusten der vergangenen Tage erholen. Die Deutsche Bank Alex Brown greift Oracle mit unterstützenden Kommentaren unter die Arme. Sie empfehlen die Aktie auf "aggressiv kaufen".



Unter Kursverlusten dürfte zur Wochenmitte VA Linux leiden. Nach enttäuschenden Quartalszahlen geriet der Softwarehersteller bereits gestern nach Börsenschluss unter Druck. Linux baute seinen Verlust im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 28 Cents aus. Der Fehlbetrag fiel zudem rund sechs Cent höher aus als von den Analysten befürchtet. Das Unternehmen plant nun ein Viertel seiner Belegschaft zu entlassen um langfristig die Kosten zu reduzieren.



Für erfrischende Neuigkeiten sorgt zur Wochenmitte die angekündigte Zusammenarbeit von Blue Chip Coca Cola und Procter & Gamble . Ob die Wall Street die Nachricht positiv aufnehmen wird, wird sich im Laufe des Tages zeigen müssen. Die Brokerhäuser Goldman Sachs und Credit Suisse äußerten sich bereits kritisch zu Coca Colas Vorhaben. Beide Konsumgüterkonzerne wollen die Bereiche Snack und Fruchtsäfte in einem Joint Venture zusammenlegen. Der gemeinsame Umsatz der Unternehmen in diesen Bereichen soll von heute vier Milliarden Dollar in zwei Jahren auf fünf Milliarden Dollar gesteigert werden. Die Analysten von Investmentbank Goldman Sachs stuft an die Aktie von Coca Cola bereits auf "überdurchschnittlicher Marktperformer" ab. Sie reduzieren die Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr um elf Cents auf 1,60 Dollar pro Aktie. Das prognostizierte Ergebnis für das kommende Geschäftsjahr korrigieren sich um drei Cents auf 1,90 Dollar pro Aktie nach unten.

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