Keine positiven Zeichen erkennbar
Nemax 50 fällt erstmals unter 900 Punkte

Der Auswahlindex des Neuen Marktes Nemax 50 ist am Montag erstmals seit seiner Einführung im Juli 1999 unter die Marke von 900 Punkten gefallen.

dpa-afx/rtr FRANKFURT. Bis zum späten Vormittag verloren die Blue Chips über drei Prozent auf ein Rekordtief von 897 Punkten, was Händler auf die anhaltend schlechte Stimmung und fehlende Impulse zurückführten. "Der Markt wird nicht nach oben gehen, solange es keine positiven Meldungen gibt", sagte ein Börsianer.

Der alle Werte umfassende Nemax-All-Share-Index markierte bei 933 Zählern zugleich den tiefsten Stand des laufenden Jahres.

Am Freitag hatte sich der Nemax 50 mit einem Minus von 1,49 % auf 931,84 Punkte ins Wochenende verabschiedet. Der Nemax All Share war zu Börsenschluss um 1,4 % auf 974,60 Zähler gesunken.

Die US-Technologiebörse Nasdaq hatte am Freitag schwächer geschlossen. Der Nasdaq Composite Index verzeichnete bei Handelsende ein Minus von 1,05% auf 1 687,80 Punkte. Der Blue-Chip-Index Nasdaq 100 verlor 0,54 % auf 1 354,27 Zähler.

Weiterhin schlechte Stimmung

Die Stimmung sei weiter sehr pessimistisch, sagte ein Händler. Trotz des niedrigen Kursniveaus sei weiter kaum Kaufinteresse vorhanden. In der Vorwoche hatte das deutsche Wachstumssegment rund 9,5 % an Wert verloren. Eine deutliche Erholung sei erst ab Oktober zu erwarten, hieß es in einer Wochenvorschau der vor der Fusion stehenden DG Bank und GZ Bank.

Der Software-Spezialist Data Design kündigte am Montag an, gemeinsam mit der Siemens Business Services GmbH & Co. OHG (SBS) eine Plattform für Internet-Banking betreiben zu wollen.

Kurz nach Handelsbeginn gaben die Data Design-Aktien um 2,22 Prozent auf 2,20 Euro nach. Die Plattform ziele vor allem auf kleinere und mittelständische Finanzinstitute. Die beiden Münchner Unternehmen gingen davon aus, noch in diesem Jahr fünf Banken für dieses Modell zu gewinnen, hieß es.

Heyde führt Verliererliste des Nemax 50 an

Das am Neuen Markt notierte Software Heyde AG-Unternehmen hat am Montagvormittag die Verliererliste des Nemax 50 angeführt. Gegen 10.30 Uhr verzeichneten die Aktien des Logistiksoftware-Spezialisten ein Minus von 10,67 % auf 1,34 Euro.

"Der Umsatz ist schwach, die Tendenz weist weiter nach unten, weil Käufer fehlen", erklärte ein Händler die Verluste der Aktie. Die Marktteilnehmer glaubten nicht, dass Heyde in der nächsten Zeit den Break-Even erreiche und Geld verdiene. "Ich als Händler gehe aber davon aus, dass dieses Ziel erreicht wird", sagte der Experte. Die Firma habe eine gute Basis und einen hochwertigen Kundenstamm.

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