Keine Preisnachteile
Enron stellt Gaslieferung an Stadtwerke ein

Der in finanzielle Bedrängnis geratene US-Energiekonzern Enron stellt seine Gaslieferungen an die Stadtwerke Peine in Niedersachsen und Bensheim in Hessen nach Angaben der Stadtwerke ab Samstag ein. Es komme jedoch zu keinen Versorgungsengpässen, hieß es bei den beiden Versorgern am Freitag auf Anfrage.

Reuters FRANKFURT. Beide Firmen wollten noch am Freitag mit einem anderen Anbieter neue Lieferverträge abschließen. Weder für die Stadtwerke noch für die Kunden soll es den Angaben zufolge durch den Lieferantenwechsel zu Preisnachteilen kommen.

Nach dem Scheitern der Fusionspläne von Enron mit dem Wettbewerber Dynegy hatte der europäische Arm von Enron am Freitag seine Stromlieferungen in ganz Kontinentaleuropa eingestellt und Entlassungen angekündigt.

"Seit die Krise um Enron bekannt geworden ist, haben bei uns die Telefone nicht mehr still gestanden, da kamen Angebote rein", sagte Heinz-Georg Noske, Geschäftsführer der Stadtwerke Peine. Das zeige, dass der Markt funktioniere. Jetzt müsse sich nur noch beweisen, dass auch die Verbändevereinigung funktioniere, die die Durchleitung für Dritte im liberalisierten Gasmarkt regeln solle. "Die Frage ist, ob wir die Durchleitung genauso schnell geregelt bekommen, wie einen Liefervertrag."

Enron belieferte die Stadtwerke Peine deren Angaben zufolge seit dem 1. Oktober mit einer festen Menge Gas, die 30 Prozent des gesamten Bedarfs des Versorgungsunternehmens von 600 Millionen Kilowattstunden pro Jahr ausmacht.

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