Keine Probleme zwischen Schwesternparteien
Glos: Wahlkampfzentrale im Adenauer-Haus

Die gemeinsame Wahlkampfzentrale der Union wird nach Auffassung von CSU-Landesgruppenchef Michael Glos in der CDU - Bundesgeschäftsstelle in Berlin, dem Konrad-Adenauer-Haus, eingerichtet werden.

dpa BERLIN. Er gehe davon aus, dass es zu einer solchen Lösung kommt, sagte Glos am Dienstag in Berlin. Eine Verlagerung nach außen würde weitere Kosten verursachen. Eine abschließende Entscheidung würden der Kanzlerkandidat der Union, Edmund Stoiber, und CDU-Chefin Angela Merkel vermutlich in dieser Woche treffen.

Glos unterstrich, dass es in der Frage der Organisation keine Probleme zwischen den Schwesterparteien gebe. Es habe von CSU-Seite nie eine andere Absicht bestanden, als die Organisation in Berlin gemeinsam mit der CDU aufzubauen. Es gebe auch keinen Versuch der CSU, nach der Entscheidung für Stoiber die CDU zu dominieren. Mit der Aufstellung eines Schattenkabinetts könne man sich noch Zeit lassen.

Glos deutete erneut an, dass die Union nach einem Wahlsieg die von der rot-grünen Koalition eingeführte Ökosteuer nicht sofort total zurücknehmen wird. Stoiber hatte in einem Interview am Wochenende angekündigt: "Wir werden dann auch die nächste Ökosteuer-Erhöhung sofort streichen." Glos verwies darauf, dass die Union zunächst ihr Wahlprogramm verabschieden müsse. Seine private Ansicht sei, dass die Ökosteuer nicht auf einen Schlag zurückgenommen werden kann. Stoiber sei auch so zu interpretieren, dass die Union in jedem Fall keine weiteren Erhöhungen vornehmen werde.

Nachdem die SPD sich am Dienstag in einer großen Anzeige als Partei der Mitte dargestellt hat, erklärte auch Glos, dass Stoiber die Mitte nicht Preis geben werde. Mit Stoiber habe die Union "große Aussichten" nach der Bundestagswahl stärkste Fraktion zu werden.

Er sei davon überzeugt, dass die FDP nach der Wahl lieber mit der Union als mit der SPD in eine Koalition eintreten werde. Beide Parteien passten besser zusammen. Merkel ist nach seiner Auffassung "nicht abgeschrieben". Dass Stoiber Kanzlerkandidat geworden sei, hänge in erster Linie mit den Umfragen zusammen, die eindeutig für ihn gesprochen hätten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%