Keine Prognose für das Gesamtjahr
CE Consumer tief in den roten Zahlen

Der Münchener Chipbroker CE Consumer ist wie erwartet im ersten Halbjahr 2002 wegen Wertberichtigungen von Beteiligungen, Forderungen und Vorräten tief in die roten Zahlen gerutscht.

Reuters MÜNCHEN. Durch den Korrekturbedarf von 47 Millionen Euro habe CE Consumer im ersten Halbjahr 2002 einen Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 52,3 Millionen Euro verbucht, nach einem operativen Gewinn von 3,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, teilte das im Nemax-50-Index des Neuen Marktes gelisteten Unternehmens am Dienstag mit. "Wir werden alles daran setzen, so schnell wie möglich wieder ein positives operatives Ergebnis zu erzielen", kündigte CE an. Um die Kosten zu senken, verzichte der Vorstand auf 30 Prozent seiner Bezüge, was einem Betrag von 700 000 Euro entspreche.

Die 10,4 Millionen Euro aus dem kürzlich bekannt gegebenen Verkauf der gut 22-prozentigen Beteiligung an der kanadischen Mediagrif Interactive Technologies Inc würden für eine Vertriebsoffensive genutzt, hieß es weiter. Zudem würden branchenerfahrene Mitarbeiter eingestellt.

Der Umsatz im zweiten Quartal lag mit 80,6 (96,1) Millionen Euro leicht unter den bereits Anfang Juli veröffentlichten Zahlen. Die Analysten von SES Research, die die Aktie mit "Outperformer" einstufen, hatten im Vorfeld mit einem Ebit-Verlust von 50,80 Millionen Euro gerechnet. Eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr machte CE nicht. Auf der Hauptversammlung Anfang Juli hatte die Gesellschaft statt des bislang prognostizierten leicht positiven Ebits einen Verlust im zweistelliger Millionenhöhe angekündigt. In der Mitteilung vom Dienstag verwies CE Consumer aber auf das spätestens für 2003 prognostizierte Wachstum des Chip-Marktes.

Die Liquidität per 30. Juni bezifferte CE Consumer auf 21 (Ende 2001: 20,8) Millionen Euro, die Eigenkapitalquote liege bei 53 Prozent (58). Damit verfüge der Konzern über eine unverändert solide Kapitalstruktur, hieß es. Die bislang von Mediagrif indirekt gehaltenen Anteile an der New Yorker Online VCE Virtual Chip Exchange Inc-Handelsplattform übernehme CE für 2,8 Millionen Euro und werde damit alleiniger Eigner.

Die CE-Aktie notierte am Vormittag gegen den Trend mit 3,85 Prozent im Minus bei 1,75 Euro.

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