Keine Prognose für das Gesamtjahr
Tui-Tochter TQ3 spürt Erholung

Der zum Reisekonzern Tui gehörende Marktführer für Geschäftsreisen in Deutschland, TQ3, spürt nach massiven Umsatzrückgängen seit Mai wieder eine merkliche Erholung. Allerdings drücken die in der Krise deutlich gesunkenen Flugpreise die Umsätze.

Reuters BREMEN. Ähnlich wie im privaten Reisesektor würden auch von Unternehmen seit Anfang Mai wieder deutlich mehr Reisen gebucht, sagte TQ3-Vertriebschefin Ilona de March am Dienstag in Bremen.

Infolge des Irak-Krieges und der Lungenkrankheit SARS sei der Umsatz bei Geschäftsreisen nach Fernost im März teilweise um bis zu 70 Prozent eingebrochen. Das erste Quartal habe daher deutlich unter dem schon rückläufigen Vorjahresquartal gelegen. "Seit Anfang Mai ist allerdings eine merkliche Erholung festzustellen", sagte de March. Dennoch bleibe der weitere Verlauf im Hinblick auf die noch unklare Entwicklung von SARS weiter ungewiss.

Auf Grund der Krise bei Geschäfts- und Privatreisen in den vergangenen Monaten seien die Flugpreise um 13,5 Prozent im Jahresvergleich gefallen, sagte de March. Ein wesentlicher Grund dafür sei aber auch die Expansion von Billig-Fluglinien, die sich massiv um Geschäftsreisende bemühten. Bei TQ3 sei der gebuchte Umsatz daraufhin in den ersten vier Monaten um 19 Prozent zurückgegangen, die Zahl der verkauften Tickets dagegen nur um neun Prozent. Eine Prognose für das Gesamtjahr sei dennoch schwer möglich. Das bereits zu Jahresbeginn beschlossene Sparprogramm zur Senkung der Personalkosten um 25 Prozent werde zügig umgesetzt.

Im vergangenen Jahr waren die Flugpreise zwar noch leicht um vier Prozent gestiegen. Dennoch fiel bei TQ3 der gebuchte Umsatz in Deutschland um zehn Prozent von 2,1 Milliarden Euro auf 1,9 Milliarden Euro. Zu seinem Ertrag macht TQ3 keine Angaben.

TQ3 ist nach eigenen Angaben in Deutschland mit einem Marktanteil von 35 Prozent größter Vermittler von Geschäftsreisen. Weltweit ist TQ3 Travel Solutions, an der auch der amerikanische Konzern Maritz Inc beteiligt ist, die Nummer drei mit Büros in 1600 Ländern.

Kein eindeutiger Trend zu Billig-Airlines

Trotz des von den Billiganbietern erhöhten Preisdrucks sieht TQ3 keinen eindeutigen Trend zu den Billig-Fluglinien. "Die direkte Auswirkung von Low Cost Carriern auf das gesamte Flugbudget von Unternehmen wird häufig überschätzt", sagte de March. In einem Dutzend speziell auf Billig-Angebote für Unternehmen ausgerichteten TQ3-Büros im Ruhrgebiet habe der gebuchte Umsatz für Low-Cost-Airlines in den vergangenen Monaten unter einem Prozent des gesamten Flugaufkommens gelegen.

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